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Speichertechnik: Microsoft schreibt Superman-Film in Glas

Glas ist ein vergleichsweise robustes Material: Unsere Fensterscheiben halten lange Zeit stand, ohne dass Wetterunbilden oder andere Belastungen wie etwa Silvesterböller oder kleine Steine ihnen ernsthaft etwas anhaben können. Das macht sich Microsoft zunutze: Das Unternehmen hat ein Speichermedium aus Glas entwickelt und einen 40 Jahre alten Film darauf abgelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Speichermedium aus Glas: keine konstante Temperatur, keine ständige Pflege
Speichermedium aus Glas: keine konstante Temperatur, keine ständige Pflege (Bild: Microsoft)

Superman in Glas: Microsoft hat den Film Superman in einem Speichermedium aus Glas gespeichert. Ziel von Project Silica ist, ein effektives, robustes Speichermedium für die Zukunft zu entwickeln.

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Das gläserne Speichermedium ist quadratisch und hat mit einer Kantenlänge von 7,5 cm und einer Dicke von 2 mm in etwa die Größe eines Bierdeckels. Beschrieben wird es mit einem Laser, der die Daten in winzigen dreidimensionalen Gittern anordnet. Neben der Position auf der x-,y- und z-Achse kommen als Parameter noch die Ausrichtung der Nanostruktur sowie die Größe der Struktur hinzu. Das Auslesen erfolgt mit Maschinenlernen-Algorithmen, die die Bilder und Muster decodieren, die entstehen, wenn polarisiertes Licht durch das Glas fällt.

Vorteil des Glasspeichers ist seine Widerstandsfähigkeit: Das Quarzglas könne große Hitze aushalten, sei unempfindlich gegen magnetische Einflüsse und überstehe Überschwemmungen und andere Umweltbedrohungen, die unbezahlbare historische Archive oder kulturelle Schätze zerstören könnten, erklärt Microsoft.

Die Idee, einen Film in dem Medium zu speichern, kam von Warner Bros. Das Filmunternehmen suchte für sein umfangreiches Archiv nach einem sicheren Speicher, der Wasser ebenso standhalte wie Sonneneruptionen und der keine konstante Temperatur und keine ständige Pflege benötige, sagte Vicky Colf, Technikchefin bei Warner. Dabei seien sie auf das Project Silica gestoßen und und hätten Microsoft kontaktiert.

"Den ganzen Superman-Film in Glas zu speichern und ihn dann auch wieder auslesen zu können, ist ein wichtiger Meilenstein", sagte Azure-Technikchef Mark Russinovich. "Ich sage nicht, dass damit alle Fragen vollständig beantwortet wurden, aber es sieht so aus, als seien wir jetzt so weit, dass wir an der Verfeinerung und der Versuchsdurchführung arbeiten, anstatt uns die Frage zu stellen: 'Können wir das?'"

Project Silica ist eine Kooperation von Microsoft Research und der Universität von Southampton in Südengland. Die Forscher um Peter Kazansky arbeiten schon seit mehreren Jahren an dem Glasspeicher. 2013 konnten sie erstmals eine 300 KByte große Testdatei in Glas speichern. 2016 präsentierten sie eine Glasscheibe von der Größe einer 2-Euro-Münze mit einer Kapazität von 360 TByte.

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Anonymer Nutzer 08. Nov 2019

Ähm, mehr als 3?

fanreisender 07. Nov 2019

Das ist eher kein netter Anfang, sondern schon das Limit. Einfach wegen der Wellenlänge...

johnsonmonsen 06. Nov 2019

Gern geschehen :-)!

MickeyKay 06. Nov 2019

Häh? Was für ein Fantasy-Film? Wovon redest du? Hier beispielsweise ein Artikel von...


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