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Speicherpreise: Wachstum der IT-Branche geht 2026 zurück

Deutschlands IT wächst weiter, doch das Tempo sinkt. Vor allem Software und Cloud legen zu, international wird der Abstand zu den USA aber größer.
/ Achim Sawall
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IT-Beschäftigte (Bild: Karriere Tutor GmbH /)
IT-Beschäftigte Bild: Karriere Tutor GmbH /

Die deutsche IT-Branche legt um 4,1 Prozent auf 246,4 Milliarden Euro zu. Das gab der Branchenverband Bitkom am 7. Juli 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Damit geht das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr mit 4,7 Prozent jedoch zurück. Für 2026 erwartet der Bitkom in der IT ein Umsatzplus von 5,4 Prozent auf 170,8 Milliarden Euro, doch die Erwartungen des Verbands waren in der Vergangenheit oft zu hoch angesetzt.

Besonders stark legt erneut das Geschäft mit Software zu: Die Umsätze steigen in diesem Jahr voraussichtlich um 9,9 Prozent auf 58,1 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil entfällt auf Software für den Betrieb öffentlicher Clouds. Allein mit Cloudsoftware werden 2026 voraussichtlich 42,5 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch künstliche Intelligenz generiert mehr Umsatz, macht laut Bitkom aber erst einen Bruchteil des Bereichs Software aus. Die Umsätze mit KI-Plattformen steigen nach Bitkom-Berechnungen 2026 um 75,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, nachdem sie bereits 2025 um 50 Prozent gewachsen waren.

Hardware: KI-bedingte Speicherkrise führt zu Rückgängen

Auch IT-Services legen 2026 voraussichtlich um 3,1 Prozent zu, IT-Hardware wie Notebooks, Drucker und Displays um durchschnittlich 3,3 Prozent. Innerhalb der IT-Hardware wächst insbesondere IT-Infrastruktur aus der Cloud (Infrastructure-as-a-Service) mit einem Plus von 22,3 Prozent stark. Auch Sicherheitsgeräte, Workstations, Server und Datenspeicher verzeichnen Zuwächse.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte: "Beim Wachstum der IT-Hardware sehen wir deutliche Preiseffekte. Gestiegene Preise für RAM-Speicher und Chips treiben die Umsätze nach oben, obwohl in vielen Segmenten die Verkaufszahlen zurückgehen." Rückgänge gibt es unter anderem bei Desktop-PCs, Tablets sowie AR/VR- und Smart-Home-Geräten.

Der Telekommunikationsmarkt wächst auch 2026 nur schwach. Der Bitkom erwartet in der Telekommunikation ein Plus von 1,4 Prozent auf 75,6 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hat das Geschäft mit TK-Diensten, auf die 53,9 Milliarden Euro und ein leichtes Plus von 0,9 Prozent entfallen. Die Umsätze mit Telekommunikations-Infrastruktur steigen um 4,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Damit zeigt sich eine Erholung nach der Delle in den Jahren 2023 und 2024. Die Umsätze mit Endgeräten wie Smartphones wachsen um 1,6 Prozent und übertreffen mit 13,4 Milliarden Euro nur leicht das Vorjahresniveau.

Nur 23 Prozent der ITK-Unternehmen wollen 2026 mehr investieren als im Vorjahr, 57 Prozent lassen ihr Investitionsniveau stagnieren, 20 Prozent planen geringere Investitionen. Die Mittel fließen vor allem in Software, Forschung und Entwicklung sowie Ausrüstung.

Deutschland fällt weiter hinter China und USA zurück

Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland zurück. Der weltweite ITK-Markt wächst 2026 voraussichtlich um 8,5 Prozent auf 5,9 Billionen Euro. Die USA dominieren mit einem Anteil von 41 Prozent und einem Wachstum von 12,7 Prozent. Deutschland kommt auf einen Anteil von 3,8 Prozent und ein Wachstum von 4,1 Prozent.

"Die Schere zwischen den USA und China auf der einen und Deutschland und seinen europäischen Nachbarn auf der anderen Seite öffnet sich weiter. Wenn die USA dreimal so schnell wachsen wie Deutschland, dann zeigt das: Andere Länder setzen digitale Technologien entschlossener ein und investieren massiv in digitale Infrastrukturen wie Rechenzentren und Innovationen. Unser Anspruch muss sein, wenn auch nicht die Umsatzvolumina, so zumindest die Wachstumsraten zu erreichen wie die USA", erklärte Wintergerst.


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