Speicherpreise: Samsung will DRAM-Preise stark erhöhen
Von Hardwareherstellern will Digitimes erfahren(öffnet im neuen Fenster) haben, dass Samsung – weltgrößter Hersteller von DRAM-Bausteinen – bis zum Ende des Jahres 2012 die Preise für seine Speicher deutlich erhöhen will. Derzeit kosten die am meisten nachgefragten Module mit 4 GByte DDR3-Speicher dem Bericht zufolge rund 21,50 US-Dollar, was sich auf 25 bis 27 US-Dollar steigern soll. Das käme einer Preiserhöhung um 25 Prozent gleich.
Zwar haben die Hersteller von DRAMs nach den Tiefständen Ende 2011, als ein 2-GByte-Modul schon für unter 10 US-Dollar zu haben war, ihre Produktionskapazitäten zurückgefahren. Digitimes zufolge ist die Nachfrage von PC-Herstellern aber weiterhin schwach, so soll unter anderem HP Aufträge gekürzt haben. Das ist bemerkenswert, weil nun die Komponenten für die PCs beschafft werden müssen, die im dritten Quartal verkauft werden sollen. Dann soll Windows 8 erscheinen, und ein neues Windows gilt traditionell als Kaufanreiz für neue PCs.
Bei deutschen Hardwareversendern sind die offenbar von Samsung schrittweise vorgenommenen Preiserhöhungen noch nicht angekommen. Einfache Speichermodule mit 4 GByte nach DDR3-1333 sind weiterhin unter 18 Euro zu haben, solche mit aufwendigeren Kühlern und aggressiveren Timings kosten aber weiterhin über 20 Euro. Dennoch haben die Preise im Vergleich zum Ende des Jahres 2011 bereits angezogen.
Günstiger als die Standardspeicher sind aber vor allem Module mit höherer Kapazität geworden. Kosteten 8-GByte-Module nach DDR3-1333 Ende 2011 noch deutlich über 100 Euro, so sind sie nun schon unter 50 Euro zu haben. Hohe Preise sind weiterhin für Overclocker-Module zu bezahlen, die höhere Takte und Spannungen verkraften und mit aufwendigen Kühlern versehen sind.
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