Speicherpreise: Preise für Flash und DRAM sollen weiter steigen

Durch den Boom von mobilen Geräten werden die Speicherchips knapp. Schon jetzt sind Speichermodule für PCs deutlich teurer als zu Beginn des Jahres, und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

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DIMMs wie dieses 4GB-Modul verteuern sich.
DIMMs wie dieses 4GB-Modul verteuern sich. (Bild: Kingston)

Die Preise für DIMMs für PCs und Notebooks werden weiter steigen. Dies sagten Acer und Asus dem taiwanischen Branchendienst Digitimes. Schon jetzt seien vor allem die PC-Speicher knapp, weil die DRAM-Hersteller große Teile ihrer Produktionsanlagen auf Chips für Smartphones und Tablets umgestellt hätten, gab Acer-Chairman JT Wang an.

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Das deckt sich mit jüngsten Angaben von Gartner, laut denen mobile Speicher im Jahr 2013 über ein Drittel des Weltmarktes ausmachen sollen. Selbst wenn die Chiphersteller wieder vermehrt PC-Speicher fertigen wollten, so Wang, würde die Umstellung drei bis vier Monate benötigen. Asus zufolge sind auch die Embedded-MMCs (eMMC) aus Flash-Speicher anhaltend knapp. Diese Speicher werden vor allem in Smartphones und Tablets als interne Speichermodule verbaut.

Beide Unternehmen erwarten, dass sich der Trend zu höheren Preisen auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 fortsetzt. Beschleunigt werden sollen die Preissteigerungen durch den Markstart von Intels Haswell-CPUs (Core-i-4000), der vor allem bei Notebooks einen Boom bringen soll: Laut Intel ergeben sich große Steigerungen der Akkulaufzeit.

DIMMs seit Anfang 2013 deutlich teurer

Auch bei Endkunden sind die höheren Preise für Speichermodule bereits angekommen. Vor allem einfache Standard-DIMMs mit 4 GByte nach DDR3-1600 sind seit Anfang des Jahres rund 20 Prozent teurer geworden. Ein Beispiel ist Kingstons Valueram mit 4 GByte, dessen Preis von rund 23 Euro Ende 2012 auf inzwischen knapp 28 Euro gestiegen ist. Durch den absolut gesehen noch immer niedrigen Preis fallen diese Entwicklungen aber nicht unmittelbar auf.

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Dass sich vor allem die Standardspeicher verteuern, liegt daran, dass sie von PC-Herstellern in großer Menge für die Erstausrüstung gekauft werden. Neben langfristigen Verträgen mit Speicherherstellern mit garantierten Abnahmemengen und Preisen gibt es für den kurzfristigen Bedarf auch Spotmärkte für Speicherchips, an denen die Preise tagesaktuell ausgehandelt werden.

Dank kleinerer Stückzahlen und geringerer Nachfrage sind teurere Speicher wie die für Übertaktungen von der aktuellen Entwicklung weitgehend ausgenommen. So hat sich beispielsweise Corsairs XMS3-Kit mit 8 GByte nach DDR3-2400 seit Anfang 2013 kaum im Preis bewegt, das Set aus zwei Modulen kostet weiterhin rund 114 Euro.

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