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Speicherpreise: Gopro droht Insolvenz wegen KI-Boom

Speicher wird wegen des KI-Booms immer teurer. Gopro warnt seine Anleger vor einer möglichen Pleite.
/ Tobias Költzsch
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Erst vor Kurzem hat Gopro sein neues Kameramodell Mission 1 Pro auf den Markt gebracht. (Bild: Peter Steinlechner/Golem)
Erst vor Kurzem hat Gopro sein neues Kameramodell Mission 1 Pro auf den Markt gebracht. Bild: Peter Steinlechner/Golem

Der US-amerikanische Actioncam-Hersteller Gopro hat seine Anleger auf eine drohende Insolvenz hingewiesen. Ein solches Vorgehen ist nach US-Recht Pflicht, wenn ein Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist. Wie The Next Web(öffnet im neuen Fenster) berichtet, gibt Gopro als Grund die gestiegenen Speicherpreise an.

Dem Unternehmen zufolge sind die Preise für Arbeitsspeicher zwischen 80 und 115 Prozent gestiegen, sind also etwa doppelt so hoch wie zuvor. Dies beeinflusse die Einnahmeerwartungen massiv und schüre "ernsthafte Zweifel an der Fortführung des Konzerns", so Gopro.

Grund für die gestiegenen Kosten für Speicherchips ist der KI-Boom. Chiphersteller setzen auf Speicher mit hoher Bandbreite für Rechenzentren, da die Gewinnmarge höher als bei Speicherchips für den Consumermarkt ist. Entsprechend ist das Angebot knapper und die Preise sind merklich höher.

Gopro kann gestiegene Kosten nicht sinnvoll umverteilen

Große Unternehmen mit diversifiziertem Produktportfolio wie Apple oder Samsung können diese gestiegenen Kosten zum Teil auffangen und in gewissem Maße auch an ihre Kunden weiterreichen. Bei Gopro ist das offenbar nicht der Fall.

Dem Unternehmen wurden vorerst Kreditrückzahlungen gestundet. Gopro geht aber davon aus, zahlreiche Kreditverträge nicht erfüllen zu können. Es sei keine ausreichende Liquidität vorhanden, um die Kredite bedienen zu können, wenn die nächsten Raten fällig werden. Gopro untersucht nun, ob das Unternehmen verkauft oder fusioniert werden kann. Auch neue Geschäftsfelder werden untersucht, etwa im Luftfahrt- und Verteidigungsbereich.

Zusätzlich zu den gestiegenen Speicherkosten bekam Gopro in den vergangenen Jahren starke Konkurrenz. Andere Hersteller wie DJI und Insta360 nahmen dem Actioncam-Pionier Marktanteile weg.


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