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Speicherkrise: Sony stoppt Produktion von SD-Karten

Sony wird erst einmal keine weiteren Bestellungen für SD -Karten mehr annehmen. Die Speicherkrise ist schuld.
/ Oliver Nickel
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Sonys SD-Karten können aktuell noch aus Restbeständen gekauft werden. (Bild: Pixabay.com)
Sonys SD-Karten können aktuell noch aus Restbeständen gekauft werden. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Sony ist wie viele andere Konzerne von den aktuellen Lieferengpässen bei Flash-Speicher betroffen. Deshalb hat das Unternehmen einen Lieferstopp für diverse SD-Karten angekündigt. "Aufgrund des weltweiten Mangels an Halbleitern (Speicher) und anderer Faktoren ist zu erwarten, dass das Angebot die Nachfrage nach CFexpress-Speicherkarten und SD-Speicherkarten auf absehbare Zeit nicht decken kann" , schreibt Sony in einer Ankündigung (japanisches Original)(öffnet im neuen Fenster) .

Das Unternehmen ergänzt: "Daher haben wir beschlossen, die Annahme von Bestellungen unserer autorisierten Händler und von Kunden im Sony Store ab dem 27. März 2026 vorübergehend auszusetzen." Die Einschränkungen gelten für mehrere Produktreihen, darunter CFexpress-Typ-A-Karten, Typ-B-Karten und SDXC-Speicherkarten. Eine vollständige Liste mit allen Produkten stellt Sony auf der Ankündigungsseite bereit. Es sieht aber so aus, als betreffe es einen signifikanten Teil des Produktsortiments.

Fabs sind ausgebucht

Sony will derweil die Marktsituation beobachten und Kunden bei einer Änderung der aktuellen Situation informieren. Zurzeit werden die vorhandenen Inventare an SD-Karten noch verkauft. In den kommenden Wochen dürften sie dann nicht mehr erhältlich sein. Allerdings lassen Sonys Aussagen vermuten, dass der Konzern weiterhin SD-Karten herstellen will, dies durch die aktuelle Lage aber einfach nicht kann.

Aktuell sind vor allem die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs im Vergleich zum Vorjahr enorm gestiegen. Der Preis für SD-Karten von Sony ist im Gegenzug dazu sogar bei einigen Modellen gefallen. Andere Modelle sind preisstabil geblieben. SD-Karten werden für gewöhnlich mit relativ langsamen Flash-Zellen ausgestattet, die sich günstiger und einfacher herstellen lassen. Die großen Flash-Hersteller SK Hynix, Micron und Samsung sind aktuell aber damit ausgelastet, mehr Arbeitsspeicher und Flash-Zellen für SSDs für Kunden zu bauen.


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