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Speicherkrise: Kleine Raspberry Pis werden teurer, DGX Spark mit weniger RAM

Die Speicherkrise sorgt weiter für steigende Preise. Bislang verschonte Raspberry Pis werden teurer, Nvidias KI-Desktop kommt als kleinere Version.
/ Johannes Hiltscher
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Die 8-GByte-Variante des Raspberry Pi 5 ist aktuell zwar erhältlich, aber extrem teuer. (Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de)
Die 8-GByte-Variante des Raspberry Pi 5 ist aktuell zwar erhältlich, aber extrem teuer. Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de

Speicher bleibt aufgrund des KI-Booms weiter knapp, und daran wird sich in den kommenden Jahren absehbar nichts ändern. Auf die massiv gestiegenen Kosten reagieren Hardwarehersteller unterschiedlich. Die Raspberry Pi Ltd. hat bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster), die Preise der Raspberry Pi 4 und 5 (Test) mit 2 GByte RAM anheben zu müssen. Die waren bei der letzten Preiserhöhung verschont geblieben, die Preise der 1-GByte-Modelle als günstiger Einstieg bleiben weiter konstant.

Beide Modelle werden um 12,50 US-Dollar teurer. Die empfohlenen Verkaufspreise liegen nun bei 67,50 US-Dollar für den Raspberry Pi 4 und 77,50 US-Dollar für den Raspberry Pi 5. Die Preise der entsprechenden Compute Modules hingegen bleiben vorerst unverändert. Aktuell sind diverse Raspberry Pis mit kleinerem RAM allerdings bei vielen Händlern vergriffen.

Das veranlasst Gründer Eben Upton zu einer bislang ungekannten Warnung: Kunden sollten ausschließlich bei den offiziellen Distributoren kaufen, da diese sich an die offiziellen Verkaufspreise halten. Inoffizielle Händler hingegen scheinen die Knappheit auszunutzen, um mit Aufschlägen zusätzliche Gewinne zu machen.

Auch bei Nvidia wird es teurer

Auch Nvidia gibt Preissteigerungen beim Speicher weiter: So gab der Hersteller eine Erhöhung des Preises seiner Streaming Box Shield TV Pro um 100 US-Dollar bekannt. Laut Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) liegt deren Preis der sieben Jahre alten Box mit 299 US-Dollar nun über dem Einführungspreis.

Beim KI-Desktop DGX Spark hingegen geht Nvidia den Weg, den das Unternehmen auch bei den Vera-Rubin-Servern einschlug: Er wird künftig auch mit 64 GByte RAM angeboten(öffnet im neuen Fenster). Die grundlegende Ausstattung bleibt mit GB10-Chip und ConnectX-Netzwerkadapter gleich. Nvidia versucht, das kleinere Modell dadurch schmackhaft zu machen, dass zwei davon als Cluster rund 70 Prozent höhere Tokenraten erreichen können.

Die 64-GByte-Variante soll ab dem 23. Oktober 2026 angeboten werden, allerdings nur von den Partnern Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP und MSI. Das günstigste Modell soll 4.999 US-Dollar kosten – 2.000 US-Dollar mehr als das 128-GByte-Modell zum Verkaufsstart. Dieses ist aktuell in einigen Varianten noch für 5.000 Euro erhältlich, weitere Preissteigerungen sind angesichts des für das 64-GByte-Modell genannten Preises aber nicht auszuschließen.


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