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Speicherkrise: KI gefährdet preiswerte Smartphones

Die Nachfrage nach Speicher für KI wirkt sich negativ auf viele Branchen aus – auf den Markt für preiswerte Smartphones sogar sehr stark.
/ Tobias Költzsch
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Vor allem bei preiswerten Smartphones ist die Marge nur schwer ohne Preiserhöhung zu halten - im Bild das Poco C81. (Bild: Poco)
Vor allem bei preiswerten Smartphones ist die Marge nur schwer ohne Preiserhöhung zu halten - im Bild das Poco C81. Bild: Poco

Preiswerte Smartphones im Bereich unter 400 US-Dollar werden für die Hersteller zunehmend unrentabel. Wie das Marktforschungsunternehmen Omdia berichtet(öffnet im neuen Fenster), betrug der Kostenanteil für Flash-Speicher und RAM bei derartigen Geräten im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 60 Prozent. Im dritten Quartal 2025 waren es noch 32 Prozent.

Für die Hersteller ist diese Preissteigerung ein Problem: Preiswerte Smartphones verwenden in der Regel Komponenten, die kaum noch gegen günstigere ausgetauscht werden können. Angesichts der steigenden Speicherpreise müssen die Geräte teurer gemacht werden, um eine gewisse Marge zu halten.

Die Kundschaft ist in diesem Preissegment allerdings äußerst preissensibel. Omdia geht daher aktuell von einem Rückgang um 22 Prozent bei Smartphones unter 400 US-Dollar aus. Da sich nicht abzeichnet, dass die Preise für RAM und Flash-Speicher nachgeben, könnte sich diese Situation noch verschlimmern.

KI macht vieles teurer

Grund für die steigenden Speicherpreise ist die Nachfrage nach den Komponenten seitens der KI-Industrie. Vor allem HBM-Speicher wird für KI-Rechenzentren benötigt; die Speicherhersteller haben entsprechend ihre Produktion umgestellt. Darunter leiden auch Abnehmer anderer Speichervarianten, da das Angebot kleiner und damit teurer geworden ist.

Bei teureren Smartphones macht sich die Preissteigerung für Speicher nicht so stark bemerkbar, da die Geräte höhere Margen aufweisen. Für Smartphones über 800 US-Dollar weist Omdia für Speicher einen Anteil von 26 Prozent an den Gesamtkosten aus.

Auch dieser ist allerdings drastisch gestiegen: Im dritten Quartal 2025 lag er noch bei elf Prozent. Hersteller können die höheren Speicherkosten aber durch den Wechsel auf preiswertere andere Komponenten zumindest teilweise kompensieren.


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