Speicherkarten: Standard für XQD 2.0 mit 8 GBit/s in Sicht

Flash-Bausteine, die beim Lesen oder Schreiben knapp ein Gigabyte pro Sekunde erreichen, gibt es noch nicht, ebenso sind die ersten XQD-Produkte noch recht jung – dennoch ruft die CFA(öffnet im neuen Fenster) nun zur Entwicklung von XQD 2.0 auf. Die erste Version des Standards für Speicherkarten wurde im Oktober 2010 veröffentlicht, rund zwei Jahre danach soll Ausgabe 2.0 folgen.
Noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 solle der Standard XQD 2.0 fertig sein, erklärt die CFA. Federführend ist dabei Sony, das bereits XQD-Karten mit bis zu 168 Megabyte pro Sekunde Schreibleistung anbietet. Aber auch alle anderen Hersteller von Speicherprodukten oder Kameras ruft die XQD zur Mitarbeit auf. Das ist auch nötig, denn bisher bietet nur Nikon mit der D4 eine professionelle DSLR-Kamera mit entsprechendem Steckplatz an.
XQD 2.0 soll die Leistung der Schnittstelle von 5 GBit/s auf 8 GBit/s steigern, was der Brutto-Transferrate von einer PCI-Express-Lane in Version 3.0 entspricht. Auf diesen Bus setzt XQD auch weiterhin auf. Karten nach XQD 2.0 sollen aber abwärtskompatibel bleiben, und auch in Geräten mit PCIe 1.0 oder 2.0 funktionieren. Am Formfaktor ändert sich nichts.
Neben mehr Tempo ist auch eine sehr geringe Leistungsaufnahme im Standby von nur 5 Milliwatt vorgesehen. Für die Schnittformate Prores, DPX und DNXhd will die CFA über Profile der Karten Unterstützung anbieten. Dafür gibt es schon länger entsprechende Logos(öffnet im neuen Fenster) , welche auf diese "Video Performance Guarantee" (VPG) hinweisen. So gekennzeichnete Karten sollen auch die gering komprimierten Schnittformate in HD-Auflösungen ohne verlorene Bilder aufzeichnen können. Das soll durch Optimierungen im Dateisystem auch über die volle Kapazität der Karten und bei vielen gespeicherten Dateien klappen.



