Speichererweiterung: Tesla verkauft 1TByte-SSD für 350 US-Dollar

Mit dem Holiday-Update(öffnet im neuen Fenster) für sein Model S und X bietet Tesla seit kurzem eine Unterstützung für Steam-Spiele. Wer dafür mehr Speicherplatz braucht, kann bald eine 1-TByte-SSD in einem von Tesla entwickelten Modul erwerben. Sie kostet 350 US-Dollar und damit enorm viel für ein solches Modell.
SSD-Preise in dieser Region kennen wir sonst vor allem von Apple und Blackmagic-Kameras. SSDs mit dieser Kapazität sind in den USA in der Regel unter 100 US-Dollar zu haben, auch in Deutschland gibt es diverse NVMe-Modelle deutlich ab etwa 80 Euro, sofern man keine besonderen Ansprüche daran stellt.
In den beiden Tesla-Modellen lassen sich sowohl auf dem 17-Zoll-Hauptbildschirm als auch auf den 8-Zoll-Displays für die hinteren Plätze unter anderem Spiele spielen, die von einem AMD-Ryzen-SoC mit RDNA2-GPU und 16 GByte RAM berechnet werden. Den hohen Preis für seine 1-TByte-SSD begründet Tesla mit speziellen Anforderungen im Automobilbereich, da hier hohe Temperaturen und Stoßfestigkeit erforderlich seien. Genauere Angaben macht Tesla dazu jedoch nicht. Automotive SSDs von Micron oder Western Digital können beispielsweise Temperaturen zwischen -40° C und +105° C und außerdem Stöße bis zu 1.500 G und Vibrationen von 7 bis 30 Hz bei einer Beschleunigung von bis zu 30 G aushalten.
Normale SSDs sind bereits sehr robust
Vergleicht man dies mit einer üblichen portablen SSD wie einer Sandisk Extreme Portable(öffnet im neuen Fenster) oder einer Samsung T7 Shield(öffnet im neuen Fenster) , sind insbesondere die Temperaturwerte der Automotive-SSD besser. Jedoch nur im Betrieb, denn lagern kann man auch eine handelsübliche portable SSD bei Minusgraden oder sehr hohen Temperaturen. Außerdem ist eine normale NVMe-SSD unterhalb einer Grafikkarte ebenfalls im Betrieb regelmäßig über 70° C warm.
Wer während der Fahrt normal heizt oder die Klimaanlage nutzt, dürfte vermutlich innerhalb der Spezifikationen bleiben. Ein Micro-SD-Card-Slot wäre für die meisten Anwendungsfälle wohl die weitaus günstigere Alternative gewesen. Glücklicherweise lässt sich jedoch weiterhin auch eine normale externe SSD oder ein Card-Reader per USB verbinden. Kaufen kann man die Tesla SSD ab Februar 2023(öffnet im neuen Fenster) . Spezifikationen zur SSD oder Europreise sind bisher nicht bekannt.



