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Speicherboom: SK Hynix und Micron über 1 Billion US-Dollar wert

Der KI-Boom treibt die Bewertung von SK Hynix und Micron: Beide Speicherhersteller überschritten die Marke von 1 Billion US-Dollar.
/ Przemyslaw Szymanski
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HBM-Demonstrationsmodell von SK Hynix (Symbolbild) (Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images)
HBM-Demonstrationsmodell von SK Hynix (Symbolbild) Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images

Die Speicherhersteller SK Hynix und Micron haben an der Börse erstmals die Bewertung von einer Billion US-Dollar überschritten. Damit erreichen sie ein Niveau, das Apple 2018 als erster US-Konzern genommen hatte. In den Jahren danach kamen unter anderem Microsoft, Nvidia, TSMC und Broadcom hinzu.

Zuerst erreichte Micron die Marke in den USA. Die Aktie legte am 26. Mai 2026 zeitweise um fast 20 Prozent zu, nachdem UBS das Kursziel auf 1.625 US-Dollar angehoben hatte(öffnet im neuen Fenster). Die Bank verwies dabei auf eine stärkere Nachfrage durch KI-Anwendungen und auf langfristige Lieferverträge, die das Geschäft berechenbarer machen könnten. Laut Marketscreener(öffnet im neuen Fenster) schloss Micron bei 895,88 US-Dollar und damit 19,29 Prozent über dem Vortag.

Am 27. Mai 2026 folgte SK Hynix in Südkorea. Der Kurs stieg zeitweise um bis zu 11 Prozent auf rund 2,3 Millionen Won. Daraus ergab sich ein Börsenwert von etwa 1.630 Billionen Won, umgerechnet rund 1,1 Billionen US-Dollar. Zum Handelsschluss lag das Plus laut Marketscreener(öffnet im neuen Fenster) bei 9,31 Prozent. Bei SK Hynix steht der Anstieg vor allem mit der starken Stellung im Markt für besonders schnellen Speicher in Verbindung.

Knappheit verschiebt den Markt

Gemeint ist der sogenannte High Bandwidth Memory, kurz HBM. Der Speicher ist für KI-Beschleuniger elementar, lässt sich aber nicht beliebig schnell herstellen, weil die Chips gestapelt werden und zusätzliche Fertigungsschritte benötigen. Im Vorteil sind deshalb Hersteller, die bereits größere HBM-Mengen liefern können. Laut Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) kam SK Hynix im vierten Quartal 2025 beim HBM-Umsatz auf 57 Prozent Marktanteil. Samsung folgte mit 22 Prozent, Micron mit 21 Prozent.

Auch im klassischen DRAM-Geschäft sind SK Hynix und Micron stark positioniert. Samsung und SK Hynix lagen zuletzt mit jeweils rund 33 Prozent Marktanteil fast gleichauf, Micron kam auf mehr als 25 Prozent. Der Aufschwung hängt für beide Unternehmen damit nicht nur am HBM-Geschäft. Bei Micron kommt hinzu, dass langfristige Lieferverträge die Einnahmen berechenbarer machen könnten als in früheren Speicherzyklen.

Die Auswirkungen reichen bis in den Endkundenmarkt. Wenn Hersteller Kapazitäten stärker auf margenstarke Serverprodukte ausrichten, steigt bei PCs, Grafikkarten und anderen Geräten der Preisdruck. Arbeitsspeicher ist im Handel bereits teils deutlich teurer geworden, zugleich belastet der KI-Boom den Markt für neue PCs und Mainboards.


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