Speicher für Balkonkraftwerk: Zendure will irreführende Angaben zu Solarflow ändern
Der chinesische Hersteller Zendure hat unzutreffende Angaben zu seinen Produkten auf seiner Webseite eingeräumt. "Wir haben zur Kenntnis genommen, dass die Informationen auf unserer Website irreführend waren, insbesondere in Bezug auf den Begriff Balkonkraftwerk, und sind derzeit dabei, ungenaue Wörter und irreführende Informationen auf der Website zu sammeln und zu korrigieren" , teilte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de mit. Das solle innerhalb der kommenden "ein bis zwei Wochen" geschehen.
Die Angaben beziehen sich dabei auf den Batteriespeicher Solarflow , der auf der Internetseite fälschlicherweise als Balkonkraftwerk bezeichnet wird(öffnet im neuen Fenster) . Ebenfalls wird behauptet, durch den Speicher ließe sich Strom sparen. Jedoch lassen sich lediglich die Stromkosten senken.
Zendure behauptet auf zudem seiner Webseite, dass Verbraucher mithilfe des Solarflow jährlich 438 Euro an Stromkosten sparen können. Diese Rechnung beruht auf der Annahme, dass ein Balkonkraftwerk im Durchschnitt jeden Tag 3 kWh an Strom erzeugt und durch den Batteriepuffer die erzeugte Energie komplett selbst verbraucht werden kann.
Das wäre jedoch nur möglich, wenn mithilfe des Speichers der Solarstrom so gezielt einspeist werden könnte, dass die gesamte Energie im Haushalt verbraucht wird. Das dürfte jedoch nur in Ausnahmefällen möglich sein. Zudem lässt sich der Solarflow nicht besonders granular einstellen.
Verbraucherschützer raten von Batteriespeichern ab
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hält den Kauf von Batteriespeichern insgesamt noch für unrentabel. Bisher gebe es noch keine Produkte, die finanziell attraktiv seien. "Deshalb raten wir von Batteriespeichern für Steckersolar-Geräte ab" , schreibt der Verband(öffnet im neuen Fenster) .
Einer Sprecherin zufolge können irreführende Werbeaussagen einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb darstellen. "Geschäftliche Handlungen können unter anderem dann irreführend sein, wenn sie unwahre Angaben oder sonstige zur Täuschung geeignete Angaben über zum Beispiel die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung wie Verfügbarkeit, Art, Ausführung, Vorteile und Risiken enthalten" , teilte die Sprecherin mit.
Neues Verbrauchsmessgerät geplant
Beim Test des Solarflow haben wir unter anderem kritisiert, dass sich Einspeisung nicht so differenziert steuern lässt, um einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu ermöglichen. Dazu teilte das Unternehmen mit: "Der Batterieprioritätsmodus wurde in der Tat mit Blick auf die Einfachheit entwickelt, vor allem für Nutzer, die noch keine Erfahrung mit Solarenergiesystemen haben. Unsere Absicht war es, eine unkomplizierte Ein-Klick-Einstellung anzubieten, die eine reibungslose Nutzung für diejenigen ermöglicht, die mit den Feinheiten des Solarstrommanagements nicht vertraut sind."
Möglicherweise lässt sich der Speicher jedoch in Zukunft besser steuern. Dazu kündigte Zendure ein neues Verbrauchsmessgerät an, den Smart Monitor CT. Dieser solle über ähnliche Funktionen wie der Shelly Pro 3EM(öffnet im neuen Fenster) verfügen. Sollte der Solarflow mit dem Smart Monitor CT in Echtzeit gekoppelt werden können, könnte die Einspeisung verbrauchsabhängig gesteuert werden. Mit den Smart Plugs ist das bislang nur eingeschränkt möglich.
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