Speicher: Dell will EMC für 50 Milliarden US-Dollar kaufen

In einem neuen Megadeal plant Dell offenbar den Kauf von EMC. Die Gespräche sollen schon weit fortgeschritten sein. An VMware hat der Konzern jedoch kein Interesse.

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Michael Dell im Dezember 2014
Michael Dell im Dezember 2014 (Bild: Larry Downing/Reuters)

Dell will zusammen mit dem Investmentkonzern Silver Lake Partners EMC kaufen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Die Gespräche sollen schon so weit fortgeschritten sein, dass ein Vertrag binnen einer Woche unterzeichnet werden könnte. Die Verhandlungen könnten aber auch noch abgebrochen werden.

Gegenwärtig werde diskutiert, EMCs Sparte VMware auszugliedern. EMC habe eine Marktkapitalisierung von 50 Milliarden US-Dollar, eine Übernahme werde auch dieses Volumen haben.

EMC besitzt 80 Prozent an VMware, der Virtualisierungsexperte wird mit 34 Milliarden US-Dollar bewertet.

Firmengründer Michael Dell hatte das Unternehmen von der Börse genommen. Wie das Unternehmen im Februar 2013 mitteilte, übernahm Dell zusammen mit Silver Lake Partners und Microsoft den Konzern. Der Buyout hatte ein Volumen von rund 25 Milliarden US-Dollar. Der Konzern hat laut Factset weiterhin 11,7 Milliarden US-Dollar Schulden. Wie die Übernahme von EMC finanziert werde, sei noch unklar.

EMC und Dell verhandelten bereits im September 2014 über ein Zusammengehen. EMC diskutierte auch mit Hewlett-Packard eine Fusion. Die Gespräche wurden jedoch beendet, als HP im Oktober 2014 die Aufspaltung ankündigte.

Dell würde zum Anbieter von Unternehmens-IT

Dell versucht, sich seit seiner Privatisierung statt auf PCs mehr auf Bereiche wie Storage und Security zu konzentrieren. Ein Kauf von EMC würde den Übergang in den Enterprise-Bereich für Dell massiv beschleunigen.

EMC wird seine Quartalsergebnisse am 21. Oktober vorstellen. Es wird vermutet, dass eine Ankündigung der Übernahme durch Dell zuvor erfolgen könnte. EMC-Chef Joe Tucci hatte einen Rücktritt für den Beginn des kommenden Jahres angekündigt, ein Nachfolger wurde noch nicht benannt.

EMC hatte in den 1990 Jahren die Vormachtstellung bei Unternehmensspeicherservern, kämpft aber seit Jahren mit rückläufigen Marktanteilen. Der Bereich Storage von EMC kann kaum noch den Umsatz steigern und steht unter Druck durch Huawei, Netapp, Hewlett-Packard und International Business Machines (IBM).

Der Konzern mit Hauptsitz in Hopkinton im US-Bundesstaat Massachusetts bietet auch Security, Virtualisierung, Analytics, Cloud Computing und anderes. Zu EMC gehört auch das Softwareunternehmen Pivotal und RSA. Der Kurs der Aktie ist seit Jahresbeginn um 13 Prozent gefallen. Im Juli berichtete EMC einen Gewinnrückgang um 17 Prozent.

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