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Speedrun: Neuer Weltrekord in Super Mario Bros. aufgestellt

In den ersten sieben Mario-Welten war der Speedrunner Niftski gleichauf mit einem computergestützten Speedrun. Am Ende gab es den Weltrekord.
/ Oliver Nickel
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Kein normaler Mensch würde wohl Super Mario Bros. in unter 4:55 Minuten durchspielen. (Bild: Nintendo/Niftski)
Kein normaler Mensch würde wohl Super Mario Bros. in unter 4:55 Minuten durchspielen. Bild: Nintendo/Niftski

Der Speedrunner Niftski ist bekannt dafür, dass er den Spieleklassiker Super Mario Bros. sehr schnell durchspielt. Im Jahr 2021(öffnet im neuen Fenster) stellte er sogar den Weltrekord auf: Innerhalb von 4 Minuten, 54 Sekunden und 948 Millisekunden konnte er das Spiel von Anfang bis zur Welt 8-4 und dem Untergang Bowsers durchspielen. Der Speedrun galt als besonders wichtig, da er die bis dahin fast unmöglich zu durchbrechende 4:55-Minuten-Marke unterschritt.

Niftski ließ sich davon allerdings nicht abbringen und versuchte, diesen Wert weiter zu unterbieten. Das gelang ihm nun zwei Jahre später. Er unterbot seinen bisherigen Weltrekord(öffnet im neuen Fenster) und setzte einen neuen Benchmark mit 4:54 Minuten und 631 Millisekunden. In den ersten sieben Mario-Welten kann er dabei fast pixelgenau mit einem TAS-Run mithalten, also einem automatisierten Speedrun, der die theoretisch mögliche Bestzeit simuliert.

Knapp hinter TAS

Erst in Welt 8 hängt Niftski minimal hinterher, während der TAS (Tool-assisted Speedrun) eine Zeit von nur 4:54.032 ablegte. Niftskis Leistung ist aber so perfekt, dass sie eigentlich als nicht menschenmöglich eingeschätzt wurde. Das liegt unter anderem daran, dass mehrere Glitches und Bugs nur durch pixelgenaue Eingaben machbar sind. Das über eine Zeit von fast fünf Minuten zu schaffen, ist fast unmöglich.

Eine besondere Leistung, die dem Speedrunner zum Rekord verhalf: Er konnte die benötigten Eingaben für eine sogenannte Lightning 4-2 erringen. Dabei wird das Level 4-2 durch eine Röhre so übersprungen, dass eine langwierige Animation, bei der Mario eine Ranke hinaufklettert, übersprungen wird. Lightning 4-2 benötigt allerdings enorme Fingerfertigkeit und Schnelligkeit und ist deshalb selten von Menschenhand durchführbar. Gleiches gilt für den Flagpole Glitch, bei dem Mario wenige Frames beim Hinunterklettern der Zielflaggen einspart.

Niftski, der nach seinem Rekordrun merklich erleichtert war, will aber noch nicht aufhören. "Ich plane, diese Kategorie so niedrig wie möglich zu bekommen" , schreibt der Speedrunner auf Youtube. Möglicherweise wird das noch einige Jahre dauern.


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