• IT-Karriere:
  • Services:

Speedport Hybrid: Viprinet erwirkt einstweilige Verfügung gegen Telekom-Router

Viprinet wehrt sich gegen eine Werbeaussage der Deutschen Telekom zu deren Router Speedport Hybrid von Huawei. Ein Gericht gab dem Hersteller von Bündelungsroutern nun recht.

Artikel veröffentlicht am ,
Speedport Hybrid
Speedport Hybrid (Bild: Telekom)

Der Hersteller von Bündelungsroutern Viprinet hat eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom durchgesetzt. Das gab das Unternehmen am 27. November 2014 bekannt. Die Telekom darf nicht länger behaupten, der erste Telekommunikationsanbieter zu sein, der Hybridrouter verkauft. Vor dem Landgericht Köln erwirkte Viprinet die einstweilige Verfügung, die der Telekom diese und weitere Aussagen in der Werbung untersagen.

Stellenmarkt
  1. Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Höchstädt a. d. Donau
  2. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

Die Telekom hatte kürzlich mehr Informationen zu ihrem neuen Router Speedport Hybrid von Huawei veröffentlicht. Der Router nutzt für den Datentransport mit erster Priorität die DSL-Leitung und holt bei Bedarf zusätzliche Übertragungskapazität aus dem Mobilfunknetz dazu. Viprinet hatte Vorwürfe erhoben, dass mit dem Speedport Hybrid Patente des Unternehmens verletzt würden. Die Telekom habe den Speedport Hybrid auf Basis von Viprinet-Technik entwickelt, ohne zu bezahlen. Die Telekom und Huawei hatten dies energisch zurückgewiesen.

Viprinet vertreibt seit Jahren VPN-Router, die mehrere Internetleitungen zu einer ausfallgesicherten Anbindung bündeln können. Bei der Hybridanbindung werde laut Hersteller die Grundlast der Datenübertragungen wie E-Mail oder Streaming auf die günstigere DSL-Leitung gelegt und für Lastspitzen wie dem Aufrufen einer neuen Seite beim Websurfen freie Kapazitäten im LTE-Netz mitgenutzt. Von anderen Netzbetreibern habe Viprinet erfahren, dass das Huawei-Gerät Mitte 2014 immer noch nicht bündeln könne, sondern für Upstream und Downstream nur jeweils wahlweise LTE oder DSL nutze.

Viprinet vertritt die Auffassung, schon seit 2006 Hybridrouter zu entwickeln und zu verkaufen. Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel: "Wir haben nichts gegen Wettbewerb." Sicher könne es neben dem Original in Haushalten auch billige Produkte geben, solange dadurch Sicherheitsinteressen nicht gefährdet würden. Aber der Wettbewerb müsse fair sein. Es stehe der Telekom nicht zu, sich "mit fremden Federn zu schmücken".

Telekom-Sprecherin Michaela Weidenbrück sagte Golem.de: "Die Telekom hat die einstweiligen Verfügungen, die noch nicht rechtskräftig sind, erhalten und hält sich vorerst daran. Die Kommunikation ist entsprechend abgeändert. Von Zwangsmaßnahmen ist uns nichts bekannt. Es handelt sich um laufende Verfahren, zu denen wir uns daher im Detail nicht äußern werden."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Xbox Wireless Controller Robot White für 59,99€)

Endwickler 28. Nov 2014

Wenn ich mir seine Daten laut Wikipedia durchlese: Klingt ganz wie mein neu gekaufter...

lisgoem8 28. Nov 2014

Selbst jedes OpenWRT hat sowas eingebaut. Geht zwar meist nicht, aber das ist was...

Sacred 27. Nov 2014

Wer einen Richter mit ein paar Worten überzeugen kann, bekommst gerne mal eine...

RipClaw 27. Nov 2014

Na ja bei mir hat es zu mindestens für einen *WTF* Moment gereicht :) Die Vorstellung...

manitu 27. Nov 2014

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe gerade auch nochmal bei der Telekom...


Folgen Sie uns
       


Google vs. Oracle: Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten
Google vs. Oracle
Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten

Der Prozess Google gegen Oracle wird in diesem Jahr enden. Egal welche Seite gewinnt, die Entscheidung wird die IT-Landschaft langfristig prägen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner


    Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut
    Sprachsteuerung mit Apple Music im Test
    Es funktioniert zu selten gut

    Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen. Aber die Realität sieht ganz anders aus.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Streaming Apple Music kommt auf Google-Lautsprecher
    2. Internetradio Apple kündigt Apple Music 1 an und bringt zwei neue Sender

    Whatsapp: Überfällige Datenschutzabstimmung mit den Füßen
    Whatsapp
    Überfällige Datenschutzabstimmung mit den Füßen

    Es gibt zwar keinen wirklichen Anlass, um plötzlich von Whatsapp zu Signal oder Threema zu wechseln. Doch der Denkzettel für Facebook ist wichtig.
    Ein IMHO von Friedhelm Greis

    1. Facebook Whatsapp verschiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln
    2. Facebook Whatsapp stellt Nutzern ein Ultimatum
    3. Watchchat Whatsapp mit der Apple Watch bedienen

      •  /