Speech-to-Text: Amazon Transcribe entfernt persönliche Informationen

Das Speech-to-Text-Angebot Transcribe von Amazon soll künftig auch automatisiert persönliche Informationen entfernen können. Dazu gehören Namen, Kontaktdaten oder auch Bankinformationen. Kunden sollten wohl aber nicht all zu großes Vertrauen in den Dienst setzen.

Artikel veröffentlicht am ,
AWS Transcribe soll künftig automatisch persönliche Informationen entfernen können.
AWS Transcribe soll künftig automatisch persönliche Informationen entfernen können. (Bild: REUTERS/Ivan Alvarado)

Der IT-Anbieter Amazon bietet in seiner AWS-Cloud eine Vielzahl verschiedener Techniken zur automatisierten Spracherkennung und Sprachverarbeitung an. Dazu gehört auch die Speech-to-Text-Engine Transcribe, die Sprachaufnahmen in Text zur weiteren Verarbeitung überführt. Wie das Unternehmen in seinem AWS-Blog ankündigt, soll Transcribe künftig persönliche Daten automatisch aus den erstellten Texten entfernen können.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler:in Kfz-Versicherung
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  2. Expertise Lead (m/w/d) Identity & Access Management Processes
    ING Banking, Frankfurt am Main
Detailsuche

Laut der Mitteilung ist der Dienst Transcribe besonders in Callcentern beliebt, um Kundenanrufe einfacher verarbeiten zu können. Das Angebot werde etwa für eine weitergehende statistische Analyse oder für direkte Aufgaben der Sprachverarbeitung wie eine Sentimentanalyse verwendet, heißt es in der Ankündigung.

Persönliche Daten werden entfernt

Mit einem Verweis auf die Privatsphäre der Aufgezeichneten sowie auch auf lokale Gesetzgebungen führt Amazon also die Möglichkeit ein, Informationen, die zur persönlichen Identifizierung führen können, aus dem transkribierten Text zu entfernen. Dazu gehören sollen etwa die Sozialversicherungsnummer, Kreditkarten- und Kontodaten, PINs oder auch Telefonnummern. Hinzu kommen Daten wie Namen und E-Mail-Adressen.

Bereitgestellt wird der Dienst zunächst nur für US-Englisch, weitere Sprachen dürften folgen. Amazon hat in seinem Blog darüber hinaus ein recht simples Beispiel veröffentlicht, das das Entfernen der Daten demonstrieren soll. Verschiedene Machine-Learning-Systeme sind der Vergangenheit jedoch dadurch aufgefallen, dass diese bestehende Vorurteile reproduzieren oder gar verstärken. Dazu gehören etwa ein sexistisches Bewerbungswerkzeug oder auch Bilderkennung, die nur bei weißen Männern gut funktioniert.

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS)
    18.-20. Oktober 2021, Online
Weitere IT-Trainings

Mit Blick auf diese Negativbeispiele könnte es durchaus sein, dass das von Amazon vorgestellte Werkzeug zum Beispiel Probleme damit haben könnte, Namen tatsächlich als solche zu erkennen. Darüber hinaus schließt der Dienst schon von vornherein internationale Telefonnummern aus, die offenbar nicht automatisch erkannt werden können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Der Nachfolger von Windows 10
Windows 11 ist da

Nun ist es offiziell: Microsoft kündigt das neue Windows 11 an. Vieles war bereits vorher bekannt, einiges Neues gibt es aber trotzdem.

Der Nachfolger von Windows 10: Windows 11 ist da
Artikel
  1. EE: Britische Netzbetreiber führen wieder Roaming ein
    EE
    Britische Netzbetreiber führen wieder Roaming ein

    Für britische Mobilfunk-Nutzer ist die Zeit des freien Telefonierens in der EU bald vorbei. EE und zuvor O2 und Three haben Einschränkungen angekündigt.

  2. Krypto-Betrug in Milliardenhöhe: Gründer von Africrypt stehlen 69.000 Bitcoin
    Krypto-Betrug in Milliardenhöhe
    Gründer von Africrypt stehlen 69.000 Bitcoin

    Die Gründer der Kryptoplattform Africrypt haben sich offenbar mit 69.000 gestohlenen Bitcoin abgesetzt. Der Betrug deutete sich schon vor Monaten an.

  3. Microsoft Store: Windows 11 kann Android-Apps ausführen
    Microsoft Store
    Windows 11 kann Android-Apps ausführen

    Zusammen mit Amazon wird Microsoft diverse Android-Apps im Microsoft Store anbieten. Diese können dann nativ auf Windows 11 genutzt werden.

Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • Gigabyte M27Q 27" WQHD 170Hz 338,39€ • AMD Ryzen 5 5600X 251,59€ • Dualsense Midnight Black + R&C Rift Apart 99,99€ • Logitech Lenkrad-Sets zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /