Spectrum: Deutscher Raketenbauer Isar Aerospace nennt Starttermin

Der deutsche Startanbieter Isar Aerospace aus der Nähe von München steht kurz vor seinem zweiten Raketenstart. Dabei handelt es sich um eine Qualifizierungsmission, die vom firmeneigenen Startkomplex bei Andøya Space in Norwegen durchgeführt wird. Das Unternehmen hat den 21. Januar 2026 als frühesten möglichen Starttermin(öffnet im neuen Fenster) angegeben.
Das Startfenster soll an diesem Tag um 21 Uhr (MEZ) geöffnet werden – wobei Sicherheit, die Freigabe des Startbereichs und die Wetterbedingungen vor Ort ausschlaggebend dafür sind, ob die Spectrum-Trägerrakete von Isar Aerospace an diesem Abend abheben darf. Die Raketen drei bis sieben der Spectrum-Serie befinden sich bereits in Produktion.
Vom Testflug zur kommerziellen Mission
"Nur zehn Monate, nachdem wir bewiesen haben, dass Trägerraketen auf europäischem Boden konstruiert, gebaut und gestartet werden können, sind wir bereit für den nächsten Flug" , teilt Daniel Metzler (CEO und Mitgründer von Isar Aerospace) in einer Pressemitteilung mit. Wobei der erste Testflug im März 2025 lediglich 30 Sekunden dauerte und die Rakete anschließend ins Meer abstürzte .
Mit der Onward-and-Upward-Mission möchte der deutsche Startanbieter kritische Systeme der Trägerrakete unter Betriebsbedingungen validieren. Laut dem Unternehmen wird es der erste Flug der Spectrum-Rakete sein, der fünf Kleinsatelliten, sogenannte Cubesats, sowie ein Experiment als Nutzlast transportieren wird.
Der bayerische Raketenbauer erhielt im vergangenen Jahr zwei Aufträge von der Europäischen Union und der europäischen Raumfahrtagentur Esa.
Isar Aerospace soll 2026 die Nutzlast des niederländischen Satellitenherstellers Isispace und des französischen Unternehmens Infinite Orbits in den Orbit befördern. Infinite Orbits baute ein ferngesteuertes Wartungssystem für andere Satelliten. Damit handelt es sich bei den Flügen für dieses Jahr um kommerzielle Raketenstarts.
In diesem Jahr möchte das Unternehmen seine neue Produktionsanlage im Osten von München, in Vaterstetten-Parsdorf, errichten. Auf dem 40.000 Quadratmeter großen Gelände möchte die Firma weitere Trägerraketen fertigen.



