Spectre v2: Linux- und Windows-Updates für Intel-Chips verfügbar

Für Windows 10 und für Windows Server gibt es ein manuelles Update, welches Prozessoren ab der Skylake-Generation von 2015 mit Microcode gegen Spectre v2 versieht. Unter Linux sind Patches für Sandy Bridge von 2011 und neuer verfügbar.

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Wafer mit SNB-Chips
Wafer mit SNB-Chips (Bild: Intel)

Das KB4090007 genannte Update für Windows 10 v1709 (Fall Creator's Update) und Windows Server v1709 enthält Microcode, um Intel-CPUs ab der Skylake-Generation gegen Spectre v2 zu patchen. Das Update muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Gedacht ist es für aktuelle und bis zu drei Jahre alte Prozessoren. Es werden Skylake (6th Gen Core), Kaby Lake (7th/8th Gen Core) und Coffee Lake (8th Gen Core) als Client-Version unterstützt, hinzu kommen Server-Ableger wie Skylake-SP (Xeon SP), Skylake-D (Xeon D) und die noch nicht veröffentlichten Xeon E3 auf Basis von Coffee Lake.

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Auch für Linux verteilt Intel inzwischen ein aktualisiertes Firmware-Paket mit den Microcode-Updates. Die Updates sind wie für die OEM-Partner für CPUs ab der Sandy-Bridge-Generation verfügbar. Linux-Nutzer können die Firmware, wie von Intel beschrieben, selbstständig installieren und den aktuellen Microcode über ein Kernel-Interface im laufenden Betrieb neu laden.

Üblicherweise wird der Microcode aber auch als Paket der verschiedenen Linux-Distributionen über Update-Mechanismen verteilt. Diese sollten sowohl das zurückgezogene Microcode-Update gegen Spectre aus dem Januar 2018 ersetzen als auch das zuvor letzte reguläre Update aus dem vergangenen Jahr. Entsprechende Pakete für Debian, Fedora, Opensuse oder Ubuntu stehen aber noch nicht bereit. Wir gehen davon aus, dass diese im Laufe der Woche veröffentlicht werden.

Ob und inwiefern die Microcode-Updates aber vom Linux-Kernel genutzt werden, hängt von der Distribution und der eingesetzten Hardware ab. So nutzen etwa die kommerziellen Distributoren Red Hat und Suse aus Performancegründen auf CPU-Generationen vor Broadwell die sogenannten Return Trampolines, kurz Retpoline. Auf den neueren CPUs wird der Microcode samt dazugehöriger Kernel-Funktionen aber genutzt. Andere Distributionen werden diesem Vorgehen vermutlich folgen und haben dies bereits umgesetzt.

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