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Spectre und Meltdown: Kleine Helferlein überprüfen den Rechner

Wer sich kurz über den Status der Meltdown - und Spectre -Patches informieren will, der muss nicht unbedingt den aufwendigen Weg über die Powershell unter Windows gehen. Mit zwei kleinen Werkzeugen lassen sich auch Rechner von Familienmitgliedern fix überprüfen. Eines kann die Patches sogar deaktivieren.
/ Andreas Sebayang
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Die beiden Werkzeuge auf einem unserer Fujitsu-Notebooks. Einen Spectre-Patch gibt es noch nicht. (Bild: Screenshot Golem.de)
Die beiden Werkzeuge auf einem unserer Fujitsu-Notebooks. Einen Spectre-Patch gibt es noch nicht. Bild: Screenshot Golem.de

Mit zwei kleinen Werkzeugen lässt sich schnell der Patch-Status auf Windows-Rechnern zu Spectre und Meltdown überprüfen. Das geht zwar auch mit Hausmitteln, wie unsere Analyse beschreibt , doch wer mal eben nachgucken will, für den ist es arg kompliziert. Das gilt insbesondere für Familien-Admins, die möglicherweise am Telefon die Anleitung durchgehen müssen.

Daniel Gruß über Meltdown und Spectre - Interview
Daniel Gruß über Meltdown und Spectre - Interview (16:35)

Sowohl das Werkzeug Inspectre(öffnet im neuen Fenster) als auch Ashampoos Spectre Meltdown CPU Checker(öffnet im neuen Fenster) erledigen die Aufgabe einfacher. Ashampoos Werkzeug löst allerdings User Account Control aus und braucht recht lange für die Überprüfung. Inspectre hingegen funktioniert sofort. Über simple Anzeigen wird gezeigt, ob die Meltdown- sowie die Spectre-Fixes installiert wurden.

Inspectre hat zudem den Vorteil, dass die Patches bedarfsweise abgeschaltet werden können. Dafür muss das kleine Programm allerdings tatsächlich als Anwender mit Administratorrechten gestartet werden, da dies einen tieferen Eingriff ins System darstellt. Das empfiehlt sich freilich nur für Diagnosezwecke. Wer etwa bei einer Anwendung Abstürze registriert, der kann über Inspectre kurzzeitig sein System wieder unsicher machen und so herausfinden, ob es an einem der Patches liegt.

Wer eines der Tools installiert, der sollte sich nicht wundern, dass zwar der Meltdown-Patch installiert ist, aber Spectre noch fehlt. Letzteres muss über ein Microcode-Update integriert werden und geschieht in der Regel über ein Firmware-Update. Allerdings sind zahlreiche Mainboards und damit auch Notebookhersteller noch nicht so weit. Die Meldungen über Probleme bei diversen Patches häufen sich, und gerade bei einigen Mainboards für Selbstbau-Rechner ist die Patch-Situation unklar.


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