Abo
  • Services:

Vom Limux-Unterstützer zum Windows-Befürworter

Bereits im Herbst 2015 nutzten die CSU-Stadträte Sabine Pfeiler und Otto Seidl einen Stadtratsantrag, um relativ unverblümt über Limux zu wettern. Die Begründung dafür zeugte allerdings von fehlendem IT-Sachverstand der Beteiligten. Pfeiler und Seidl sind auch an dem aktuellen Antrag für den Wechsel auf Windows beteiligt gewesen.

Stellenmarkt
  1. LexCom Informationssysteme GmbH, München
  2. GERMANIA Fluggesellschaft mbH, Berlin

Noch im Jahr 2014 sagte Seidl, der Schritt aus der Abhängigkeit von Microsoft im früheren Umfang sei richtig und wichtig gewesen. Eine Rückmigration zu Windows wäre ebenfalls mit sehr hohen Kosten verbunden. Offenbar hat sich die Meinung Seidls seitdem fundamental geändert.

Starke politische Unterstützung fehlt

Schon mit Beginn der aktuellen Legislaturperiode des Münchner Stadtrats im Jahr 2014 wurde die Kritik durch die politisch Verantwortlichen an Limux sehr stark deutlich. So wollte der zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) bereits wenige Monate nach Amtsantritt eine mögliche Rückkehr von Linux zu Windows prüfen lassen, da sich viele Mitarbeiter über das System beschwert hätten.

Die von Schmid damals vorgebrachte Kritik wirkte aber technisch wenig informiert und vermischte verschiedene IT-Projekte Münchens miteinander. So bemängelte Schmid, dass sich E-Mails und Termine nicht gut auf Mobilgeräten verwalten ließen und bezog sich dabei auf das Limux-Projekt, das allerdings völlig unabhängig von der Groupware-Erneuerung gewesen ist.

Auch der Oberbürgermeister Reiter (SPD) hält sich, ganz anders als sein Vorgänger Ude (SPD), mit einer politischen Unterstützung des Limux-Projekts sehr zurück. So scheint Reiter etwa ebenfalls 2014 einen tagelangen Ausfall der E-Mail-Infrastruktur genutzt zu haben, um erneut die Kritik an Limux aufleben zu lassen.

Schon damals schimpften Münchner IT-Mitarbeiter auf den offenbar fehlenden politischen Rückhalt, der ihre Arbeit massiv erschwert. Open-Source-Befürworter unterstellten der politischen Führung gar, im Stil von Franz-Josef Strauß das Projekt sturmreif schießen zu wollen. Die IT-Verantwortlichen der Verwaltung treten allerdings klar für die Nutzung freier Software ein und betätigen sich etwa im Beirat der Document Foundation für Libreoffice. Ebenso will das Team aktiv zur Open-Source-Entwicklung beitragen.

Nachtrag vom 9. Februar 2017, 16:57 Uhr

Wir haben den Artikel um Informationen zu dem vermutlich fehlenden politischen Rückhalt für Limux ergänzt.

 SPD und CSU: Münchner Stadtrat will Limux rückabwickeln
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 126€)
  2. 99€
  3. ab 1.119€
  4. für 4,99€

77er 25. Apr 2017

Nachdem ich mir alle Kommentare durchgelesen habe, hätte ich eine allgemeine Frage. So...

gadthrawn 16. Feb 2017

Mal was anders: Weil Fachanwendungen teilweise im Intranet sind braucht München...

Rulf 14. Feb 2017

das ist ganz typisch bei öffentlichen projekten... das gesetzlich anzunehmende...

Anonymer Nutzer 14. Feb 2017

I'd just like to interject for a moment. What youre referring to as Linux, is in...

Anonymer Nutzer 14. Feb 2017

I'd just like to interject for a moment. What youre referring to as Linux, is in...


Folgen Sie uns
       


Hyundai Ioniq - Test

Wir sind den elektrisch angetriebenen Hyundai Ioniq ausgiebig Probe gefahren.

Hyundai Ioniq - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Filmkritik Ready Player One: Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke
Filmkritik Ready Player One
Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Steven Spielbergs Ready Player One ist eine Buchadaption - und die Videospielverfilmung schlechthin. Das liegt nicht nur an prominenten Statisten wie Duke Nukem und Chun-Li. Neben Action und Popkulturreferenzen steht im Mittelpunkt ein Konflikt zwischen leidenschaftlichen Gamern und gierigem Branchenriesen. Etwas Technologieskepsis und Nostalgiekritik hätten der Handlung jedoch gutgetan.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Filmkritik Tomb Raider Starke Lara, schwacher Film
  2. Filmkritik Auslöschung Wenn die Erde außerirdisch wird
  3. Vorschau Kinofilme 2018 Lara, Han und Player One

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    •  /