SPD-Generalsekretär: Kevin Kühnert deaktiviert sein Twitter-Profil

SPD-Generalsekretär Kühnert hat seinen Twitter-Account "erstmal deaktiviert". Die Nutzung der App verzerre die Wahrnehmung von Wirklichkeit.

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Screenshot von Kühnerts Twitter-Account auf archive.org
Screenshot von Kühnerts Twitter-Account auf archive.org (Bild: Archive.org)

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat nach acht Jahren Aktivität auf Twitter sein Profil vorläufig deaktiviert. Er habe den Account in den vergangenen Monaten quasi nicht mehr genutzt, sagte Kühnert den Zeitungen der Madsack-Gruppe zur Begründung und fügte hinzu: "Dann muss man für sich einfach irgendwann auch mal die Konsequenz ziehen und sagen: Das scheint gerade für meine politische Arbeit nicht das richtige Medium zum Senden und Empfangen zu sein." Deswegen habe er den Account "erstmal deaktiviert".

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Kühnert hatte bei Twitter knapp 370.000 Follower. Am 12. September 2022 war sein Profil nicht mehr erreichbar. Seit der Einrichtung des Accounts im Jahr 2014 setzte Kühnert mehr als 9.000 Tweets ab. Diese sind teilweise auf archive.org noch abrufbar. Sein Instagram-Profil mit gut 93.000 Followern ist hingegen noch aktiv.

Weiter erläuterte der SPD-Bundestagsabgeordnete: "Ich finde einfach, dass die Diskussionskultur, wie sie auf Twitter stattfindet und auch die Art und Weise, wie dort Gesellschaft repräsentiert oder, ich würde sagen, absolut gar nicht repräsentiert wird, zu Fehlschlüssen und Irrtümern in politischen Entscheidungen führt." Er habe bei sich selbst festgestellt, "dass ich eine verzerrte Wahrnehmung von Wirklichkeit habe, wenn ich zu viel Zeit in dieser App verbringe".

Kühnert ist nicht der erste deutsche Spitzenpolitiker, der sich wieder aus sozialen Netzwerken zurückzieht. So kündigte der damalige Grünen-Vorsitzende und heutige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach dem sogenannten Politiker-Hack im Januar 2019 an, seine Konten auf Facebook und Twitter zu löschen. "Twitter ist wie kein anderes digitales Medium so aggressiv und in keinem anderen Medium gibt es so viel Hass, Böswilligkeit und Hetze. Offenbar triggert Twitter in mir etwas an: aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter zu sein - und das alles in einer Schnelligkeit, die es schwer macht, dem Nachdenken Raum zu lassen", schrieb Habeck damals auf seiner Internetseite.

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berritorre 14. Sep 2022 / Themenstart

ich hoffe aber trotzdem, dass er die Bude kaufen muss. nachdem er sich so aus dem Fenster...

berritorre 14. Sep 2022 / Themenstart

Wie immer kommt es darauf an, was man auf der Plattform macht und wie man es macht. Keine...

mnementh 14. Sep 2022 / Themenstart

Twitter ist in der Tat eine schlechte Plattform zum politischen Meinungsaustausch. Als...

MakiMotora 14. Sep 2022 / Themenstart

Ich nutze Twitter nicht, um Freunden zu folgen, sondern gezielt Informationen zu einem...

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