SPD: Förderung von 1.000 Euro für Satelliteninternet soll kommen

Das SPD-Wirtschaftsforum, der Verband VATM und Eutelsat wollen eine Förderung von Satelliteninternet durchsetzen. Auch das Bundesverkehrsministerium ist bereits länger dafür.

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Satellit bei 7° Ost von VATM-Mitglied Eutelsat
Satellit bei 7° Ost von VATM-Mitglied Eutelsat (Bild: Eutelsat)

In der Debatte um eine bessere Versorgung mit schnellem Internet fordern Politiker und Verbandsvertreter, die Satellitentechnik in die geplante staatliche Förderung einzubeziehen. Weil etwa eine halbe Million Haushalte in abgelegenen Gebieten auf absehbare Zeit keinen schnellen Anschluss erhalten werden, solle der Staat auch die Versorgung per Satelliteninternet fördern. Einen entsprechenden Vorschlag wollen der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sowie das SPD-Wirtschaftsforum beim Digitalgipfel der Bundesregierung Ende des Monats einbringen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

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Demnach sollen Haushalte eine staatliche Förderung von 500 bis 1.000 Euro erhalten, wenn sie einen schnellen Satelliteninternetzugang buchen, was mit Schüssel rund 1.500 Euro kostet. Für den Einzelanschluss an das Glasfasernetz müsse der Staat dagegen bis zu 20.000 Euro aufwenden, heißt es in einem VATM-Papier. Zudem würden in vielen Gebieten auch bis Mitte der 2020er Jahre noch keine Breitbandleitungen liegen. Deshalb sei es nur "fair", wenn die Regierung helfe, "auch unterversorgte Haushalte und Unternehmen aus der digitalen Wüste herauszuführen", sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Grützner.

Auch die Bundesregierung hat sich bei der Förderung dem Thema Satelliteninternet genähert. Das sagte Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium, am 27. Oktober 2020 auf einer Panelrunde von VATM Virtuell. "Vor Jahren hätten wir das nicht für möglich gehalten. Doch noch gibt es nichts zu verkünden", erklärte Miethaner.

Laut Björn Gütlich, Abteilungsleiter für Satellitenkommunikation beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, "hat das Satelliteninternet bisher bedauerlicherweise so gut wie keinen Beitrag zum Breitbandausbau und zum Schließen weißer Flecken geleistet". Doch Satelliteninternet habe Flächendeckung zu bieten und das ohne lange Wartezeiten. Wer heute einen Satelliten bestelle, habe ihn in zwei bis drei Jahren am Himmel, betonte er.

Eutelsat macht 100-MBit/s-Angebot

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"Es gibt rund 200.000 Haushalte, die überhaupt nicht erreicht werden. Trotz hoher Latenzzeiten für Gamer würden dann immerhin Datenraten von 50 bis 100 MBit/s pro Haushalt geboten werden. Dann hätte jeder Flecken in Deutschland zumindest eine Grundversorgung", sagte Gütlich über Satelliteninternet. Darum sei es richtig, auch hier zu fördern.

Das französische Unternehmen Eutelsat, der drittgrößte Satellitenbetreiber der Welt, bietet seit Kurzem Konnect (7,2° Ost) mit bis zu 100 MBit/s im Download an. Im Upload werden nur bis zu 5 MBit/s geboten. Der Zugang kostet monatlich 69,99 Euro. Die Installationskosten - abhängig von der örtlichen Situation - beginnen bei 99 Euro. Die Inbetriebnahme kostet zusätzlich einmalig 49 Euro, berichtet das Magazin Infosat.

Das monatliche Datenvolumen ist unbegrenzt, es gibt aber diverse undurchsichtige Einschränkungen, die auf eine Drosselung hinauslaufen. Jedes Angebot enthalte ein Volumen von "priorisierten" Daten, deren Überschreitung die angegebenen Upload- und Download-Geschwindigkeiten beeinflussen könne, erklärt der Betreiber im Kleingedruckten. Die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten könnten zudem nicht garantiert werden. "Der Verbrauch von Daten in der Zeit zwischen 1 Uhr und 6 Uhr (Ortszeit) wird nicht berechnet und nicht vom Volumen der priorisierten Daten abgezogen. Das Volumen der priorisierten Daten, das in einem bestimmten Monat nicht verbraucht wird, wird nicht auf den Folgemonat übertragen", lautet eine weitere Einschränkung. Viele der Links auf der Angebotsseite funktionieren aber nicht. Eutelsat ist Mitglied im VATM.

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SanderK 17. Nov 2020

Bringen beide Boxen nicht Gleich viel, wenn man die Starlink Box nicht an die Schüssel...

SanderK 17. Nov 2020

Deswegen machen sie es ja noch Nicht. Geplant war es und es gab ja auch schon...

M.P. 17. Nov 2020

100 Euro pro Monat für ein "Backup" ...

M.P. 16. Nov 2020

Vielleicht kriegen die nächsten Teslas eine in das Dach oder die Motorhaube integrierte...



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