Sparprogramm bei VW: Porsche drohen Modellstreichungen
Volkswagens konzernweiter Sparkurs reicht laut einem neuen Bericht der Bildzeitung(öffnet im neuen Fenster) offenbar tiefer in das Portfolio von Porsche hinein als bisher angenommen.
Demnach könnten mehrere aktuelle und geplante Porsche-Modelle gestrichen werden. Dazu zählen der benzinbetriebene Nachfolger des 718, der Taycan der nächsten Generation und das Cayenne Coupé.
CEO Oliver Blume veränderte seinen Kurs in den vergangenen Wochen offenbar. Statt vollständiger Werksschließungen setzt er nun stärker auf niedrigere Produktionskosten und eine kleinere Modellpalette je Marke.
Porsches Gewinnproblem
Die wirtschaftliche Lage von Porsche verschlechterte sich im vergangenen Jahr deutlich. Der operative Gewinn des Autobauers soll 2025 um 99 Prozent eingebrochen sein, ein Rückgang, der den Druck auf das Management erhöhte, bestehende Modelle zu hinterfragen.
Blume sagte der Bild, dass die Marken des Volkswagenkonzerns, Porsche eingeschlossen, zwar Fahrzeuge bauten, die sich gut verkauften, aber keine ausreichende Rendite erwirtschafteten. Die Kosten müssten konzernweit sinken, nicht nur in einzelnen Werken.
Selbst der 911, zentraler Bestandteil der Porsche-Identität, dürfte nicht vollständig verschont bleiben. Automotive News berichtete(öffnet im neuen Fenster), die Marke könnte die Zahl der verfügbaren Ausstattungs- und Konfigurationsvarianten verringern.
Blume beschrieb die übergeordnete Strategie als Versuch, das Absatzvolumen je Modell zu erhöhen, statt eine breite Auswahl an Nischenvarianten zu pflegen. Dies sei das systematische Vorhaben, das Produktportfolio Volkswagens zu vereinfachen.
Auch andere VW Marken betroffen
Porsche ist nicht die einzige Marke, der Kürzungen drohen. Bild zufolge könnten auch Volkswagen, Skoda, Cupra und Seat geplante Nachfolgemodelle verlieren, darunter der Jetta, der Taos, der Fabia und der Raval.
Auch bei Audi zeichnen sich Veränderungen ab. Der Bericht deutet an, dass der Q6 E-Tron Sportback und der Q5 Sportback zu den Modellen gehörten, deren Streichung geprüft werde.
Diese möglichen Kürzungen spiegeln den Druck wider, unter dem der gesamte Volkswagenkonzern steht. Schwächelnde Verkaufszahlen, wachsende Konkurrenz aus China, anhaltende Probleme in den Lieferketten und eine sich wandelnde globale Handelspolitik trugen zur angespannten finanziellen Lage des Unternehmens bei.
Keine der berichteten Modellstreichungen wurde bislang von Volkswagen oder Porsche bestätigt.
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