Sparmaßnahmen: Sony Mobile will noch 20 Prozent der Mitarbeiter entlassen

Die Umstrukturierungen bei Sonys Mobilsparte sind noch nicht vorbei: Laut Sony-Mobile-Chef Totoki Hiroki sollen bis Ende 2016 zahlreiche weitere Mitarbeiter entlassen und Kosten eingespart werden. Aus dem Mobilbereich verabschieden wird sich das Unternehmen aber demnach niemals.

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Sony-Mobile-Chef Totoki Hiroki mit dem neuen Xperia Z4.
Sony-Mobile-Chef Totoki Hiroki mit dem neuen Xperia Z4. (Bild: AFP)

Der CEO und Präsident von Sony Mobile, Totoki Hiroki, hat sich in einem Interview mit Arabian Business zur Lage von Sonys Mobilsparte geäußert. Dabei hat Totoki bekräftigt, dass Sony am Mobile-Business festhalten und die Sparte nicht aufgeben werde, anders als beim PC-Bereich.

Kein Ausstieg wie bei der PC-Sparte

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"Der Smartphone-Bereich unterscheidet sich sehr vom PC-Bereich. Smartphones sind komplett mit anderen Geräten vernetzt und auch vernetzt mit dem Leben der Nutzer", sagte Totoki. "Die Chancen für Diversifizierung sind groß". Trotz der jüngsten Verluste werde Sony sich nicht aus dem Mobile-Bereich zurückziehen: "Wir werden das Mobilgeschäft niemals, niemals verlassen oder verkaufen", sagte er.

Einschnitte werde es allerdings weiterhin geben. So plant Totoki im Rahmen der nach seinem Antritt im November 2014 gestarteten Sparmaßnahmen bis Ende 2016 die Kosten um weitere 30 Prozent zu reduzieren. Die Zahl der Angestellten soll dabei um weitere 20 Prozent sinken. Bis Ende 2015 sollen früheren Plänen folgend bereits 1.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Im September 2014 betrug die Gesamtzahl der bei Sony Mobile Beschäftigten 7.100.

Schlechte Zahlen wegen hoher Abschreibungen

Das schlechte Abschneiden der Mobilsparte im Jahr 2014 liegt Totoki zufolge an hohen Abschreibungen, die immer noch mit dem Rückkauf des Ericsson-Anteils zusammenhängen. "Aber dies war ein buchmäßiger Verlust, der nicht unseren Kapitalfluss betrifft. Unsere Liquidität ist ausgezeichnet", erklärte Totoki.

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Aktuell sieht Totoki eine starke Konkurrenz hochwertiger Smartphones aus China. Sony werde in Zukunft versuchen, neue Technologien bei seinen Produkten zu verbauen und weiter zu diversifizieren. Das ist dem japanischen Hersteller in der jüngsten Vergangenheit nicht immer gelungen: Die letzten Versionen seiner Topsmartphones ähnelten sich stark.

Künftig soll auch auf die Nutzererfahrung verstärkt Wert gelegt werden. "Leute kaufen ein Smartphone nicht wegen des Gerätes selbst oder seines Aussehens - sie kaufen es wegen der Nutzererfahrung", meinte Totoki. Auch Wearables will Sony in Zukunft verstärkt anbieten sowie seine Bemühungen im Bereich Internet of Things (IoT) verstärken.

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