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Sparmaßnahmen: Frankreich stoppt E-Auto-Förderprogramm für dieses Jahr

Mit einem Förderprogramm ermöglicht Frankreich Menschen mit geringem Einkommen, auf E-Autos umzusteigen. Nun wird das bis nächstes Jahr pausiert.
/ Tim Kröplin
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Ladesäule für Elektroautos in Paris (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Ladesäule für Elektroautos in Paris Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Es war gerade erst gestartet, schon muss Frankreich sein E-Auto-Förderprogramm ''leasing social'' einstellen . Der Andrang ist schlicht zu hoch.

Das hatte sich bereits abgezeichnet. Erst kürzlich stockte die Regierung die Summe der geförderten Elektroautos von 20.000 auf 50.000 auf. Doch binnen sechs Wochen war auch diese Grenze überschritten. Frankreich stoppte die Förderung und kündigte allerdings in einer Regierungsmitteilung an(öffnet im neuen Fenster) , sie im kommenden Jahr neu aufzulegen.

Das Förderprogramm "leasing social" ermöglichte es Franzosen mit einem Jahreseinkommen von bis zu 15.400 Euro seit Anfang 2024, ein Elektroauto für 100 bis 150 Euro pro Monat in einem Dreijahreszeitraum zu leasen. Anschließend können sie den Vertrag um weitere drei Jahre verlängern oder das Auto kaufen. Jedes Leasing wird mit bis zu 13.000 Euro bezuschusst.

Damit ein Wagen auch gefördert wird, gilt eine Bedingung: Es muss sich um einen Klein- oder Kompaktwagen aus europäischer Produktion handeln. Opel und Fiat sind okay, Renault ebenso, Tesla aber nicht. Ausgenommen ist der Tesla Y, da dieser in Deutschland hergestellt wird. Das Programm soll die Nachfrage für E-Autos bei Menschen mit wenig Einkommen ankurbeln, was offensichtlich auch gut funktioniert. Die Arbeitsstätte muss allerdings mindestens 15 Kilometer vom Wohnort des Antragstellers entfernt sein.

Kaufprämie für E-Autos gesenkt

Die Regierung schießt auch beim Kauf eines Elektroautos etwas dazu. Bis zu 7.000 Euro sind möglich. Die Einkommensgrenze liegt hierfür bei 25.000 Euro. Der Preis des Wagens darf aber nicht über 47.000 Euro liegen.

Auch der Öko-Bonus für gebrauchte E-Autos bleibt bestehen. Die Kaufprämie für E-Autos wird hingegen gesenkt, von 5.000 auf 4.000 Euro, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

Finanziert werden die Beihilfen auch über den Verbrenner-Malus, einer Art Strafabgabe. Wer Fahrzeuge kauft, welche im WLTP-Verbrauch mehr als 194 CO 2 pro Kilometer ausstoßen, muss seit Beginn des Jahres einen neuen Höchstsatz von 60.000 Euro an den Fiskus zahlen.


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