Sparkle: Betreiber will Seekabel mithilfe der Marine schützen

Der Bereich Seekabel der Telecom Italia (TIM), Sparkle, will zusammen mit der Marine seine Kabel bewachen und vor Spionage-U-Booten schützen.

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Stabschef der Marine, Admiral Enrico Credendino, und CEO von Sparkle, Elisabetta Romano
Stabschef der Marine, Admiral Enrico Credendino, und CEO von Sparkle, Elisabetta Romano (Bild: Ufficio Stampa - Marina Militare)

Die Seekabel-Tochtergesellschaft von Telecom Italia, Sparkle, hat eine Partnerschaft mit der italienischen Marine angekündigt, um ihre Kabel zu schützen. Das gab Sparkle in dieser Woche bekannt. Man will bei der Aufklärung und Überwachung in den Gebieten rund um die Kabel von Sparkle zusammenzuarbeiten.

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Sparkle kann damit die kartografischen Informationen der Marine über den Meeresboden nutzen. Admiral Enrico Credendino, Chef der italienischen Marine, sprach von U-Boot-Operationen und der nötigen "Aufmerksamkeit für die Unterwasserdimension Italiens, einem Meeresland mit 8.000 km Küste im Zentrum des Mittelmeers". Die Details der Partnerschaft sind in der Ankündigung relativ nebulös gehalten, da es um militärische Geheimoperationen geht.

"Heute ermöglicht moderne Technologie einen einfachen Zugang zur Unterwasserdimension", sagte Konteradmiral Vito Lacerenza, der Kommandant der U-Boot-Flotte des Landes, der Onlineausgabe von Defense News. "Sogar Yachten können U-Boote oder Unterwasserdrohnen einsetzen, daher besteht ein erhöhter Bedarf an genauerem Situationsbewusstsein in der Tiefsee, um kritische Infrastrukturen wie diese Kabel, die über 95 Prozent des weltweiten Internetdatenvolumens tragen, zu überwachen und zu schützen."

Spionage an Seekabeln

Den Hintergrund bildet die zunehmende Konfrontation zwischen der Nato und Russland und seinen Verbündeten. Beim Ausfall der weltweit wichtigsten arktischen Seekabel, dem Svalbard Undersea Cable System in der Nähe von Norwegen Anfang des Jahres wurde in den Medien schnell darüber spekuliert, dass dies auf russische Spionage zurückzuführen sei.

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Zudem könnten U-Boote die Kommunikation in den Kabeln abhören. Die USA belauschten schon im Kalten Krieg sowjetische Unterseekabel per U-Boot. Im Jahr 2015 berichtete die US-Tageszeitung New York Times, dass US-Militärs beunruhigt seien, weil russische U-Boote und Spionageschiffe gehäuft in der Nähe von Unterseekabeln gesichtet worden seien. Ein Schiff kreuzte vor der Küste des US-Bundesstaates Florida, wo ein wichtiges Kabel verläuft.

Nach Angaben des Whistleblowers Edward Snowden ist das auch weiter gängige Praxis. Der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) hat das Seekabel TAT-14 sogar direkt am Knotenpunkt in Bude angezapft.

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