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Spark: Details über Aaron Seigos freies Tablet

KDE-Entwickler Aaron Seigos hat weitere Details zu seinem Open-Source-Tablet Spark bekanntgegeben. Vorbestellungen sollen ab der kommenden Woche möglich sein, ausgeliefert wird das Tablet im Mai 2012.
/ Jens Ihlenfeld
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Spark alias Zenithink C71 (Bild: Aaron Seigo)
Spark alias Zenithink C71 Bild: Aaron Seigo

Bei dem von Aaron Seigo angekündigten Open-Source-Tablet Spark(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich um das C71(öffnet im neuen Fenster) vom chinesischen Hersteller Zenithink. Während Zenithink das 7-Zoll-Tablet mit Android ausliefert, setzt Seigos beim Spark auf ein beinahe komplett freies Betriebssystem, das auf Mer(öffnet im neuen Fenster) basiert, einem Community-Projekt, das Meego nutzt und künftig auch mit dessen Nachfolger Tizen zusammenarbeiten will. Als Oberfläche kommt das von Seigo mitentwickelte Plasma Active zum Einsatz.

Als Prozessor befindet sich im Spark und C71 der Amlogic 8726-M. Das ist eine CPU auf Basis des ARM Cortex A9 mit 1 GHz Taktfrequenz, der 512 MByte Speicher zur Seite stehen. Das verbaute 7-Zoll-Display verfügt über eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einen kapazitiven Touchscreen. Zudem ist eine Kamera mit 1,3 Megapixeln eingebaut. WLAN unterstützt das Gerät nur nach IEEE 802.11b/g. Zwar bietet Zenithink auch eine C71-Variante mit 3G-Modem an, das Spark soll aber zunächst nur in einer WLAN-Version veröffentlicht werden.

Das C71/Spark verfügt darüber hinaus über zwei USB-Ports, einen MicroSD-Steckplatz und einen 3,5mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Fast vollständig frei

Das Ziel von Aaron Seigo und seinen Mitstreitern ist, ein komplett freies Tablet anzubieten, das Entwickler nach ihren Wünschen gestalten können. Da aber keine GPL-konformen Quelltexte für das C71 existieren, wurde viel Arbeit investiert, um möglichst große Teile der Software unter die GPL zu stellen oder alternative GPL-Komponenten zu suchen oder zu entwickeln. Noch ist man nicht ganz am Ziel, denn ganz ohne proprietäre Treiber geht es bisher nicht. Man arbeite weiter daran, heißt es.

Vorbestellung ab nächste Woche

Vorbestellungen für das Spark sollen ab der kommenden Woche möglich sein. Der Preis soll bei rund 200 Euro liegen. Dazu arbeiten die Spark-Entwickler mit einem Distributionspartner zusammen. Mit der Auslieferung soll im Mai 2012 begonnen werden. Zwar kann das Gerät weltweit bestellt werden, die Spark-Entwickler wollen sich zu Beginn aber vor allem auf Europa konzentrieren.

Das Spark-Betriebssystem wird sich auch auf einem normalen Zenithink C71 installieren lassen, das in manchen Onlineshops für deutlich unter 200 Euro angeboten wird. Seigo weist aber darauf hin, dass Spark-Besteller die Entwicklung des freien Betriebssystems unterstützen.

Bessere Hardware

Das Spark soll nur der Anfang einer größeren Serie von freien Tablets sein. Das machte Seigo schon bei der Ankündigung des Projekts deutlich. Es sind auch Tablets mit noch leistungsfähigerer Hardware geplant. Die größte Herausforderung besteht darin, geeignete Hardware zu finden, die sich mit freier Software nutzen lässt. Man sei derzeit auf der Suche danach und habe mindestens einen weiteren vielversprechenden Kandidaten ausgemacht.

Wer darauf nicht warten will, kann Plasma Active auch heute schon auf anderen Tablets installieren. Es existieren Images für Tablets mit Intel-CPUs und Nvidias Tegra 2.

Software und Apps

Software-Updates für das Spark sollen über die normalen Mer-Repositories und den Open Build Service(öffnet im neuen Fenster) angeboten werden. Damit auch weniger technisch versierte Nutzer das Spark verwenden können, wird es auch einen Store geben, über den Nutzer Bücher, Apps, Desktop-Widgets und Dienste beziehen können.

Freier App Store

Wer Apps für das Spark entwickeln will, macht dies am besten mit QtQiuck(öffnet im neuen Fenster). Zudem werden auf dem Gerät die KDE-Bibliotheken vorinstalliert, einschließlich dem Plasma Framework. Dennoch sollen auch Nicht-Qt-Apps auf dem Spark laufen, beispielsweise Battle for Wesnoth.

Entwickler sollen zudem Zugang zum App Store erhalten, um ihre Apps möglichst einfach an die Spark-Nutzer zu bringen. Dabei wird es auch möglich sein, Apps über den Store zu verkaufen.

Die gesamte App-Store-Plattform soll unter der GPL veröffentlicht werden und auch für andere Plattformen nutzbar sein. Der Client soll ab dem ersten Tag im Quelltext zur Verfügung stehen, das Backend erst, sobald es sich im realen Betrieb bewiesen hat. Sollte das Projekt eingestellt werden, soll sämtlicher Code unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden, verspricht Seigo.


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