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Sparc S7: Oracle attackiert Intels Xeon mit acht Kernen bei 4,27 GHz

Bis zu doppelt so flott pro Kern: Oracles Server-Prozessor Sparc S7 soll Intels Xeon E5 mit Broadwell-Technik Konkurrenz machen. Eine der cleversten Funktionen ist dabei noch nicht einmal eingeschaltet.
/ Marc Sauter
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Sparc S7 alias Sonoma (Bild: Oracle)
Sparc S7 alias Sonoma Bild: Oracle

Oracle hat den Sparc S7 genannten Prozessor und die darauf basierenden Server S7-2 und S7-2L vorgestellt. Die unter dem Codenamen Sonoma entwickelten Chips werden gegen Intels Xeon E5 v4 positioniert, wobei Oracle die neuen Sparc-S7-Systeme bei vielen Anwendungen wie In-Memory-Datenbanken vorne oder gleichauf sieht und das mit Messungen belegt (#1(öffnet im neuen Fenster), #2(öffnet im neuen Fenster), #3(öffnet im neuen Fenster), #4(öffnet im neuen Fenster)).

Technische Basis des Sparc S7 ist der S4-Kern, der auch beim größeren Modell Sparc M7 verwendet wird. Die neuen Oracle-Chips werden bei der TSMC im planaren 20-nm-Verfahren gefertigt und takten mit sehr hohen 4,27 GHz. Jeder der acht Kerne des Sparc S7 kann dynamisch auf bis zu achtfaches Simultaneous Multithreading für 64 Threads skalieren. Die L1D- und L1I-Caches fassen 16 KByte, die L2D- und L2I-Zwischenspeicher kommen auf 512 sowie 256 KByte und eine dritte Pufferstufe von acht MByte steht für alle Kerne bereit.

Mit im Chip stecken acht Speichercontroller. Diese arbeiten mit schnellem DDR4-2400-Arbeitsspeicher zusammen, der bis zu 77 GByte pro Sekunde an Daten transportiert. Pro Prozessor ist mit 64-GByte-Modulen ergo ein halbes TByte an Arbeitsspeicher möglich, Oracle verkauft die Dual-Socket-Systeme S7-2 und S7-2L daher mit bis zu 1 TByte. Weitere Die-Bestandteile sind zwei PCIe-3.0-Controller, kohärente Links zum Verknüpfen zweier Chips und sogenannte On-Chip-Accelerator für Analytics, Database, Encryption und Security.

Der eigentliche Clou, das im Chip integrierte Infiniband um weitere Server zu vernetzen, ist derzeit nicht eingeschaltet(öffnet im neuen Fenster). Ausgeliefert werden der S7-2- und der S7-2L-Server mit Oracles Solaris 11.3, wobei die L-Variante zusätzlich mit bis zu 38 TByte Storage in Form von NVMe-SSDs oder bis zu 96 TByte per HDDs ausgestattet ist (PDF(öffnet im neuen Fenster)). Obendrein gibt es den S7-Minicluster mit zwei S2-7-Racks plus 16 TByte Flash- und 48 Magnet-Speicher.


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