Spanischer Blackout 2025: Stromausfall durch veraltetes System und Fehlverhalten
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Der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber(öffnet im neuen Fenster) hat auf insgesamt 472 Seiten die Ursachen des massivsten europäischen Stromausfalls seit 20 Jahren abschließend untersucht. Neben einer Häufung unglücklicher Umstände waren vor allem veraltete und teils zu lasche Sicherungssysteme hauptverantwortlich für die großflächige Störung im Jahr 2025 in Spanien.
Es gab demnach zwei Ereignisse, die zu Spannungsschwankungen führten. Neben einer innereuropäischen Oszillation wurde eine erzwungene Schwingung durch einen Umrichter gefunden, die ausschließlich die iberische Halbinsel betraf.
Auf beide Ereignisse wurde korrekt reagiert. Die Exporte in die Nachbarländer, insbesondere nach Frankreich, wurden reduziert und Leitungen wurden zugeschaltet. Die Oszillationen konnten gedämpft werden, aber die Spannung im spanischen Netz stieg dadurch gleichzeitig an.
Fehlerhafte Sicherheitseinstellungen
Der weitere Spannungsanstieg führte dazu, dass sich sowohl Kraftwerke als auch Umspannwerke vom Netz trennten. Laut Bericht wurden dabei weder die geltenden Grenzwerte noch vorgeschriebene Verzögerungen eingehalten. Ähnlich verhielten sich viele kleine Solaranlagen, die sich früher als erwartet von Netz trennten.
Weil die Anlagen bis dahin Blindleistung aus dem System aufgenommen hatten, was die Spannung senkte, folgte ein weiterer Spannungsanstieg.
Fehlerhafte Regelung
Weitere Gegenmaßnahmen verzögerten sich oder blieben ganz aus. Die Zuschaltung von Drosselspulen erfolgte im spanischen Stromnetz manuell. Da sich die Ereignisse innerhalb weniger Minuten abspielten, blieb jedoch keine Zeit, die nötigen Vorgänge anzustoßen.
Gleichzeitig fehlte die geforderte Blindleistungsstützung durch große, konventionelle Kraftwerke, die fest eingeplant war. Laut Bericht erreichten weniger als drei Viertel der überprüften Kraftwerke den erforderlichen Wert.
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