Abo
  • Services:

Spamhaus-Angriff: Verdächtiger DDoS-Angreifer in Spanien verhaftet

In Spanien ist der mutmaßliche Sprecher der Gruppe verhaftet worden, die den großangelegten Angriff auf die Organisation Spamhaus initiiert haben soll. Die niederländischen Behörden werfen ihm vor, aktiv an dem DDoS-Angriff beteiligt gewesen zu sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Cloudflare hat einen massiven DDoS-Angriff auf Spamhaus aufgefangen.
Cloudflare hat einen massiven DDoS-Angriff auf Spamhaus aufgefangen. (Bild: Cloudflare)

Die niederländischen Behörden suchen nach Sven Olaf Kamphuis, der sich als Sprecher einer Gruppe von Hackern ausgegeben hat, die eine massive DDoS-Attacke gegen die Schweizer Organisation Spamhaus gefahren hat. Nun sollen ihn die spanischen Behörden in Granollers bei Barcelona in Spanien festgenommen haben, wie Spiegel Online berichtet. Nach Kamphuis wurde international gefahndet, in Zusammenarbeit mit Ermittlern aus Deutschland, Großbritannien und den USA.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Reutlingen
  2. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Laut spanischen Behörden soll Kamphuis im Nordosten Spaniens einen "Informatik-Bunker" betrieben und von dort aus seine zahlreichen Interviews nach dem Spamhaus-Angriff gegeben haben. Er soll auch in einem umgebauten Lieferwagen Spanien bereist haben, die er als mobile Kommandozentrale ausgebaut habe. Er soll in den nächsten zehn Tagen in die Niederlande überstellt werden.

Angriff für Spam

Auslöser des Angriffs soll das Blacklisting des Webhosters Cyberbunker durch die Schweizer Organisation Spamhaus gewesen sein. Spamhaus hatte zuvor Cyberbunker auf seine schwarze Liste der Spamanbieter gesetzt. Der DDoS-Angriff gegen Spamhaus gilt mit Spitzenwerten von 300 Gbps als einer der massivsten Angriffe, die bislang ausgeführt wurden. Die Angriffe dauerten mehrere Tage. Spamhaus bat daraufhin Cloudflare um Hilfe, den Anbieter eines Content Delivery Networks. Cloudflare nutzte seine Anycast-Technologie, um die DDoS-Pakete auf seine weltweiten Server zu verteilen und den Angriff abzumildern.

Gegenwehr

Laut einem Blogeintrag bei Cloudflare handelte es sich um einen der Layer-3-DDoS-Angriffe, welche jüngst über 100 Gbps erreicht haben. Der Angriff auf die Spamhaus-Server kam Cloudflare zufolge zeitweilig auf 75 Gbps. Layer-3-Angriffe werden meist durch professionell aufgezogene Botnetze ausgeführt. Dabei können die Angreifer mit vergleichsweise wenigen Angriffsrechnern und kleinen Pakten eine große Angriffswelle starten.

Cloudflare setzte daraufhin Anycast ein, das seine IP-Adressen über 23 Datencenter mit Dutzenden Servern in 14 Ländern weltweit verteilte. Dort wurden die Anfragen ausgefiltert und nur diejenigen an Spamhaus weitergeleitet, die als legitim eingestuft wurden. Gleichzeitig wurde damit auch eine zweite Angriffswelle mit präparierten ACK-Paketen abgewendet.

Kaum weltweite Auswirkungen

Weltweite Dienste waren von dem Angriff aber kaum betroffen. Cloudflare nutzte beispielsweise den deutschen Provider DE-CIX, der einen zentralen Knotenpunkt im Internet bildet. Die von Cloudflare genutzte Leitung konnte den Angriffen nicht standhalten, weil dafür die angemietete Bandbreite nicht ausreichte, wie Zeit Online berichtet. Davon waren auch zahlreiche Tier-1-Netzwerke betroffen. Laut Roland Dobbins, Analyst bei Arbor Networks in den USA, blieben US-Dienste weitgehend verschont. Den Angriff sollen aber Anbieter in Europa, im arabischen und im asiatischen Raum gespürt haben.

Bei der DE-CIX werden täglich Spitzen von bis zu 2,5 Terabit pro Sekunde registriert. Ihren Daten zufolge war der "lokale Angriff nicht weltweit spürbar".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 75,62€ (Vergleichspreis 82,89€)
  2. 46,69€ (Vergleichspreis ca. 75€)
  3. 36,12€ (Vergleichspreis 42,90€)
  4. (u. a. Xbox Live Gold 12 Monate für 38,49€ und Monster Hunter World Deluxe Edition für 48,49€)

hubie 30. Apr 2013

Sollte es nicht eher "Verdächtiger in Spanien wird des DDoS-Angriffes beschuldigt"?... So...


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

    •  /