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Später Sprint im Festnetz: Wie die Konkurrenz die Telekom zum echten Glasfaserausbau zwingt

Die Telekom zieht ihr Tempo beim FTTH-Ausbau stark an. Zudem will man nicht mehr nur bis zur Bordsteinkante sein Handtuch werfen.
/ Achim Sawall
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Glasfaserausbau im Mai 2026 in Großbeeren bei Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem)
Glasfaserausbau im Mai 2026 in Großbeeren bei Berlin Bild: Achim Sawall/Golem

Die Deutsche Telekom schafft einen Monatsrekord beim Glasfaserausbau: Im April wuchs das Netz um 209.000 Anschlüsse im Sinne von Homes Passed. Das gab das Unternehmen am 26. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Das sind 62.000 Anschlüsse mehr als im Vorjahresmonat, eine Steigerung um mehr als 42 Prozent.

Homes Passed bedeutet laut Telekom, dass Glasfaser mindestens im Straßenzug von Immobilien, teils aber auch schon direkt an der Grundstücksgrenze anliegt. Der Konzern macht keine Angaben zu wirklich angeschlossenen Haushalten (Homes Connected), sondern nur zu Homes Passed und zu Homes Activated (zahlende Kunden).

Die Telekom hat zudem seit Jahresbeginn offenbar ihre Glasfaserausbaustrategie verändert. Telekom-Sprecherin Nicole Schmidt sagte Golem zuvor: "Bereits seit Jahresbeginn 2026 geht die Telekom verstärkt den nächsten Schritt im FTTH-Ausbau an: Unsere Glasfaser soll vom Bürgersteig ins Wohnzimmer kommen. Dafür investieren wir weitere 800 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren – zusätzlich zu den bestehenden Investitionen."

Ausbautempo steigt tatsächlich an

Durch den starken Ausbau im April haben jetzt bundesweit 13,2 Millionen Haushalte und Betriebe die Möglichkeit, die Glasfasertarife der Telekom zu nutzen.

Das Ausbautempo steigt tatsächlich an: Selbst der konkurrierende Branchenverband VATM räumte zuvor ein, die Telekom habe erst spät auf das Engagement der Wettbewerber beim Glasfaserausbau reagiert und legt gerade beim Homes-Passed-Ausbau deutlich zu. Die Take-up-Rate liege aber nach wie vor deutlich hinter der der Wettbewerber. Doch die Mehrheit der Glasfaserzugänge komme weiter von den Konkurrenten.

Sven Knapp, Mitglied der Geschäftsleitung des Branchenverbands Breko, sagte Golem: "Ausbaurekorde mit Glasfaser in der Straße bringen uns nicht weiter. Damit die Menschen die Vorteile der neuen Infrastruktur erleben, muss die Glasfaser bis in die Wohnungen verlegt und auch genutzt werden. Die Wettbewerber der Telekom schließen in ihren Glasfaser-Ausbaugebieten weiterhin deutlich mehr Haushalte an und überzeugen deutlich mehr Menschen, die Leitungen auch zu nutzen."


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