• IT-Karriere:
  • Services:

Spähaffäre: Etwas mehr Transparenz bei Anfragen von NSA, FBI & Co.

Nicht nur die Zahl der National Security Letters (NSL), sondern auch den Umfang anderer geheimer Anfragen von US-Behörden dürfen Unternehmen nun veröffentlichen. Das gibt aber je nach Umsetzung nur grobe Anhaltspunkte, wie das Beispiel Apple zeigt.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Präsident Barack Obama auf einer Kabinettssitzung im Weißen Haus
US-Präsident Barack Obama auf einer Kabinettssitzung im Weißen Haus (Bild: Chip Somodevilla/Getty Images)

US-Unternehmen dürfen nun die ungefähre Anzahl der Anfragen offenlegen, die Behörden nach Nutzerdaten an sie gestellt haben. Dies hatte Präsident Barack Obama in seiner Rede zu kleinen Umstrukturierungen bei der NSA angekündigt, nun ist der Schritt laut der New York Times vollzogen.

Stellenmarkt
  1. DMK E-BUSINESS GmbH, Potsdam, Chemnitz
  2. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Freyung

Bereits im August 2013 hatten Google und Microsoft gegen die bisherige Praxis geklagt: Die Unternehmen mussten zwar auf nicht öffentlich gemachte Anordnungen reagieren, durften aber nicht einmal sagen, dass sie solche erhalten hatten, und auch nicht, in welchem Umfang. Dabei geht es nicht nur um die vom FBI verschickten sogenannten "National Security Letters" (NSL) zur allgemeinen Strafverfolgung, sondern auch um Anweisungen des Fisa-Gerichts.

Die Zahl der Anweisungen dieses Gerichts durften die Unternehmen schon bisher nach sechs Monaten in 1.000er Schritten veröffentlichen. Wenn also beispielsweise eine Firma angab, sie habe weniger als 1.000 Anfragen erhalten, kann das eine einzige gewesen sein - oder auch 999. Wie viele Nutzer davon betroffen sind, geht aus einer einzelnen Anfrage nicht hervor. Diese Regelung wird nun von den NSL auf die Fisa-Anordnungen erweitert. Zu beiden Arten von Anfragen dürfen die Unternehmen in Schritten von 1.000 Angaben machen.

Werden die Zahlen für alle Bitten um Datenherausgabe kombiniert, dürfen die Werte etwas genauer sein, dann sind Schritte von 250 erlaubt. Das hat Apple getan, und - was ebenfalls erlaubt ist - die Werte auch etwas genauer aufgeschlüsselt. Aus einem PDF von Apple geht hervor, dass das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres weniger als 250 Anfragen des Fisa-Gerichts und NSLs erhalten hat. Von anderen Strafverfolgungsbehörden kamen aber 927 Anfragen, die 2.330 Nutzerkonten betrafen. In 81 Prozent der Fälle hat Apple dabei Daten herausgegeben.

Google und Microsoft hatten im Zuge der Verhandlungen zu der neuen Regelung ihre Klagen fallengelassen. Zusammen mit Facebook und Yahoo begrüßten die Unternehmen laut der New York Times nun die neuen Möglichkeiten. Die Firmen wollen sich aber weiter dafür einsetzen, dass auch genauere Zahlen veröffentlicht werden dürfen.

Die Anfragen nach Nutzerdaten waren in den USA nach den ersten Enthüllungen von Edward Snowden eines der am meisten diskutierten Themen, weil diese Verfahren auch US-Bürger direkt im eigenen Land betreffen. Daher hatten sich die großen Onlineunternehmen in diesem Punkt auch schnell um Änderungen bemüht. Ein weiterer strittiger Punkt in den USA ist die Speicherung von Handydaten, auch hier soll es erste kleine Reformen geben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

plutoniumsulfat 28. Jan 2014

Also vorher durften sie nichts sagen und man hat gar nichts mitbekommen. Jetzt dürfen sie...

roland42 28. Jan 2014

Eine einzige Anfrage kann z.Bsp. heißen "Gib mir alle Verbindungsdaten all deiner...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
    Vivo X51 im Test
    Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

    Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
    2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
    3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

    Xbox, Playstation, Nvidia Ampere: Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?
    Xbox, Playstation, Nvidia Ampere
    Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?

    Trotz des Verkaufsstarts der Playstation 5 und Xbox Series X fehlt von HDMI-2.1-Displays jede Spur. Fündig werden wir erst im TV-Segment.
    Eine Analyse von Oliver Nickel


        •  /