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SpaceX: Vierter Starship-Prototyp explodiert in gewaltigem Feuerball

Die Explosion des vierten Prototyps der Starship-Rakete von SpaceX beschädigte sogar umliegende Anlagen. Ein defektes Ventil war die Ursache.

Artikel veröffentlicht am ,
Drei Raptor-Triebwerke sorgen für den Antrieb des Starship
Drei Raptor-Triebwerke sorgen für den Antrieb des Starship (Bild: SpaceX)

Auch der vierte Prototyp der Starship-Rakete ist bei einem Test am Abend des 29. Mai zerstört worden. Nach dem Starhopper war es der erste Prototyp, der mit flüssigem Methan und Sauerstoff betrieben wurde. Die Vorläufer wurden bei Vortests mit flüssigem Stickstoff zerstört. Die Starship-Rakete soll künftig interplanetare Flüge ermöglichen.

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Im Gegensatz zu den drei ersten Prototypen überstand der vierte alle Drucktests und anschließend fünf Triebwerkstests mit zwei unterschiedlichen Raptor-Triebwerken. Knapp zwei Minuten nach dem fünften Triebwerkstest kam es jedoch zu einem massiven Treibstoffleck, dessen genaue Ursache zunächst unbekannt war. Große Menge flüssiges Methan wurden freigesetzt und entzündeten sich anschließend. Dabei wurden der Prototyp und Anlagen in unmittelbarer Nähe zerstört.

Die Explosion wurde von mehreren Beobachtern im Umfeld des Teststandes auf Video aufgenommen. Das Leck befand sich am unteren Ende des Starships, wo es auch mit den Treibstoffleitungen des Teststandes verbunden ist. Spekulationen über defekte Anschlüsse oder geplatzte Leitungen wurden bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Start des Crew Dragon bestätigt. Demnach war der fehlgeschlagene Test eines Schnelllöseventils im Anschluss an den Triebwerkstest die Ursache des Treibstofflecks.

Der Chefentwickler der SpaceX-Triebwerke, Tom Mueller, schrieb in einem seiner seltenen Tweets lediglich, er wolle viel sagen, könne aber nicht. Die Anspielung dürfte sich zum Teil auf die angespannte politische und gesellschaftliche Lage in den USA beziehen.

Crew Dragon startete trotzdem

Die Explosion des Starship-Prototyps hatte keine Folgen für den Flug von zwei Astronauten zur ISS mit dem Crew-Dragon-Raumschiff von SpaceX. Die Technik der Falcon-9-Trägerrakete und des Crew Dragon sind völlig unabhängig von der Entwicklung des Starships. Das Raumschiff hob am 30. Mai 2020 um 21:22 wie geplant ab, nachdem der erste Versuch aufgrund der Wetterbedingungen abgebrochen werden musste.

Weitere Testflüge des Starship-Prototyps, die kommende Woche durchgeführt werden sollten, fallen dagegen natürlich aus. Ein verbesserter Teststand sowie ein fünfter und ein sechster Prototyp befanden bereits vor dem Test im Bau.

Ein Starship-Prototyp nach dem anderen zerstört

Der erste Starship-Prototyp war bei Drucktests durch zu schlechte Schweißnähte am Deckel zerstört worden. Der zweite Prototyp hatte einen Konstruktionsfehler im Bereich der Triebwerksaufhängung und wurde ebenfalls bei Drucktests mit flüssigem Stickstoff zerstört.

Der dritte Prototyp überstand den Drucktest, aber ein Bedienungsfehler, bei dem ein Ventil vorzeitig geöffnet wurde, führte anschließend zum Kollaps des Tanks.

Nachtrag vom 31. Mai 2020, 11:26 Uhr

Elon Musk hat den fehlgeschlagenen Test eines Schnelllöseventils als Ursache benannt. Der Start des Crew Dragon fand inzwischen statt. In der ursprünglichen Meldung stand, es sei der vierte Test eines Raptor-Triebwerks gewesen, tatsächlich war es der fünfte Test.

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Cavaron 03. Jun 2020 / Themenstart

Das sagen lustiger Weise immer die Leute, die sich bei allem anderen NICHT um Abgase...

Cerdo 02. Jun 2020 / Themenstart

Genau das hab ich doch gesagt. Ich beschweren mich nicht über Musk, sondern das blinde...

nuclear 02. Jun 2020 / Themenstart

Stimmt nicht. Atlas nutzt Stahl, auch einige andere US-Raketen nutzen das. Stimmt nicht...

bofhl 02. Jun 2020 / Themenstart

Nein - bezog sich auf die Herstellung so einiger Teile und den "Zuständen" bei den...

bofhl 02. Jun 2020 / Themenstart

Stammt nicht von SpaceX - kommt noch aus den Zeiten von Mercury, Gemmini - da ist in der...

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