SpaceX: US-Regulierungsbehörde erlaubt mobile Nutzung von Starlink

Surfen beim Fahren: Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) gestattet die Nutzung von Starlink in verschiedenen Vehikeln, die in Bewegung sind. Für das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX ist das ein wichtiger Schritt, um seinen Satelliteninternetdienst weiter auszubauen.
Die Entscheidung bedeutet, dass Starlink künftig in Autos und Lkw, auf Schiffen und Booten sowie in Flugzeugen genutzt werden darf. "Eine neue Klasse von Terminals für das SpaceX-Satellitensystem zuzulassen, wird das Spektrum der Breitband-Einsatzmöglichkeiten erweitern, um den wachsenden Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden, die unterwegs Konnektivität benötigen" , heißt es in einem Schreiben der FCC(öffnet im neuen Fenster) . Das gelte für Touren mit dem Wohnmobil durch das Land, für Atlantiküberquerungen mit einem Frachter oder für Inlands- und internationale Flüge.
SpaceX führte kürzlich die Option Portability ein . Sie ermöglicht es Privatkunden von Starlink, den Dienst gegen Aufpreis unterwegs zu nutzen. Das Satelliteninternet darf dann nicht mehr nur an der registrierten Adresse genutzt werden, sondern auch anderswo, etwa im Urlaub. Allerdings galt das bisher nur für eine stationäre Nutzung.
Satelliteninternet kommt ins Flugzeug
Nach der FCC-Entscheidung dürfen künftig auch Fluggesellschaften ihren Passagieren den Starlink-Dienst an Bord anbieten. SpaceX erklärte im vergangenen Jahr, an einem solchen Angebot zu arbeiten .

In diesem Frühjahr wurde bekannt, dass die US-Fluggesellschaft Delta Tests mit Starlink durchgeführt hat. JSX ist bereits Kunde bei SpaceX: Kunden der US-Fluggesellschaft sollen das Satelliteninternet noch in diesem Jahr nutzen können.
Starlink ist eine Satellitenkonstellation, durch die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar werden soll. Aktuell besteht die Konstellation aus rund 2.500 Satelliten. In der vollständigen Ausbaustufe sollen es 12.000 Satelliten sein.
Aktuell ist der der Dienst allerdings nicht überall auf der Welt verfügbar(öffnet im neuen Fenster) . Das gilt beispielsweise für weite Teile Skandinaviens, den Norden Schottlands oder die südlichen und östlichen Mittelmeeranrainer.