SpaceX: Starship Flug Nummer 4 explodiert hinter Wolken
Auch beim Flug des vierten Prototypen blieb vom Starship nicht viel übrig – wie beim ersten, zweiten und dritten Flug. Der vierte Testflug fand bei Nebel über der Südspitze von Texas statt, so dass abgesehen vom Livestream der Kameras an Bord des Starship nur wenige Aufnahmen des Flugs existieren. Selbst der Livestream wurde durch die widrigen Bedingungen mehrfach von Verbindungsproblemen gestört.
Nach erfolgreichem Start, einem scheinbar normalen Flug auf 10 Kilometer Höhe und Rückflug zum Landeplatz explodierte das Starship bei der Zündung der Triebwerke im Nebel zwischen einem und zwei Kilometern Höhe. Auf der Tonspur des Livestreams waren mehrere dumpfe Geräusche zu hören. Kurz danach fielen Trümmerteile auf dem gesamten Startgelände zu Boden. Wenigstens eine der ferngesteuerten Kameras von Beobachtern des Starts wie Tim Dodd, der auf Youtube als Everyday Astronaut(öffnet im neuen Fenster) bekannt ist, wurde von den Trümmern getroffen.
Zur Ursache der Explosion ist auch SpaceX noch nichts bekannt. Laut Elon Musk(öffnet im neuen Fenster) soll Triebwerk Nummer 2 schon beim Aufstieg Probleme gehabt und bei der zweiten Zündung nicht den vollen Brennkammerdruck erreicht haben. Das hätte an sich aber noch kein Problem dargestellt, da nur zwei Triebwerke für die Landung benötigt werden. Laut Elon Musk soll aber kurze Zeit später "etwas Signifikantes" passiert sein. Was genau das sei, könne er ohne nähere Untersuchungen nicht sagen.

Ein neues Starship mit vielen Upgrades steht schon bereit
Musk hofft, dass die Ursache beim nächsten Flug mit Starship Nummer 15 bereits behoben sein wird. Es soll in wenigen Tagen startbereit sein und "Hunderte Verbesserungen in den Strukturen, der Avionik, Software und Triebwerken haben". Falls die Ursache der Explosion durch diese Verbesserungen nicht behoben wird, würde sich der nächste Flug weiter verzögern.
Der nächste große Schritt soll mit Starship Seriennummer 20 vollzogen werden. Ab dann sollen die Starships in den Erdorbit fliegen können und mit Hitzeschutzschilden und Systemen zur Stufentrennung von der "Super-Heavy"-Raketenstufe ausgestattet werden. Die Fertigstellung der ersten Raketenstufe wird frühestens Ende April erwartet und es ist auch noch nicht sicher, ob mit diesen ersten Prototypen ein Orbit erreicht werden kann. Aber selbst dann erwartet Musk viele erfolglose Versuche, bis der Wiedereintritt und die Landung funktionieren.
Derweil müssen sich die treuen Beobachter des Starship-Testprogramms bis zum nächsten Flug gedulden und Tim Dodd muss hoffen, dass sein rund 20.000 US-Dollar teures Kamera-Setup von den herabstürzenden Trümmern nicht vollständig zerstört wurde.
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