SpaceX: Starship fliegt als Wegwerfrakete in den Orbit
Frühestens am Dienstag, den 22. September 2026, soll SpaceX mit dem Starship den 14. Testflug(öffnet im neuen Fenster) durchführen. Das Startfenster für den Flug öffnet sich um 14:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Erstmals soll ein Orbit angeflogen und dort 26 Starlink-Satelliten ausgesetzt werden. Das komplizierte Auffangmanöver soll weder mit der ersten Stufe (Super Heavy) noch dem Starship durchgeführt werden, nachdem die aktuelle Super Heavy bereits zweimal beim Rückkehrmanöver durch Fehlfunktionen der Triebwerke abstürzte. SpaceX vermutet Eisbildung in den Triebwerken als Ursache.
Zur genauen Masse der Satelliten gibt es keine offiziellen Angaben. Aus der Extrapolation von 37,5 Tonnen für eine Nutzlast aus 22 Satelliten beim 12. Flug ergibt sich eine Masse von rund 44 Tonnen. Sie sollen in einem 275 km hohen Orbit ausgesetzt werden. Anders als die Flugbahnen normaler Starlink-Satelliten wird der Orbit allerdings nur tropische Breitengrade überfliegen und somit weder Europa noch den größten Teil der USA versorgen können.
Die Nutzlast entspricht damit weitgehend den ungefähren Schätzungen von 40 Tonnen Nutzlast und einem Gewicht des Starship von über 200 Tonnen, wie sie in einem Artikel zu den Beobachtungen der letzten beiden Flüge berechnet wurden. Dabei fliegen typische Starlink-Satelliten jedoch in Orbits mit höherer Bahnneigung, die einen größeren Teil der Erdoberfläche abdecken, bei deren Starts jedoch die Geschwindigkeit der Erdrotation schlechter ausgenutzt werden kann.
SpaceX bestätigt das Versagen des Hitzeschutzes
SpaceX bestätigte auch, dass der Hitzeschutzschild beim letzten Flug versagte und beim Wiedereintritt heißes Plasma auch ohne weitere Schäden direkt zwischen den Hitzeschutzkacheln hindurch zu den Stahlwänden des Starship gelangte. Das äußerte sich beim Wiedereintritt in der Ausbildung einer langen Spur aus glühenden Metallpartikeln, was Modifikationen nötig macht.
Außerdem sollen zusätzlich zu den Flügelansätzen nun weitere Teile des Hitzeschutzschildes mit gekrümmten Kacheln ausgestattet werden. Das soll die zahlreichen Schäden durch Überhitzung an Ecken und Kanten der Kacheln reduzieren, die beim letzten Flug deutlich sichtbar waren. Ursprünglich sollte das Starship ausschließlich mit identischen hexagonalen Kacheln ausgestattet werden, um den hohen Wartungsaufwand im Vergleich zu individuell angepassten Kacheln des Spaceshuttle zu reduzieren.
Auch die Halterung der Hitzeschutzkacheln hat sich abermals als unzureichend erwiesen und muss von SpaceX weiter überarbeitet werden, um das Abfallen von Kacheln beim Start zu verhindern. SpaceX begründete derweil nicht, weshalb das Starship trotz der ursprünglichen Ankündigungen nach dem rund zehnstündigen Flug keinen Versuch eines Landemanövers am Fangturm unternehmen wird.
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