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SpaceX: Starlink will bald Gigabit-Datenraten per Satellit liefern

Starlink will seine Frequenzen flexibler einsetzen. Die Nutzer sollen bald 1 GBit/s geliefert bekommen.
/ Achim Sawall
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Start von Starlink-Satelliten im September 2022 (Bild: CHANDAN KHANNA/AFP via Getty Image)
Start von Starlink-Satelliten im September 2022 Bild: CHANDAN KHANNA/AFP via Getty Image

SpaceX, der Betreiber des Satellitennetzwerks Starlink, will Nutzern künftig Gigabit-Datenraten bieten. Das geht aus einer Einreichung(öffnet im neuen Fenster) an die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) hervor, in welcher der Raumfahrtkonzern Änderungen an der Orbitalkonfiguration, den Betriebsparametern und der Frequenznutzung für die Gen2-Satelliten beantragt.

Diese Änderungen "werden es dem Gen2-System ermöglichen, Gigabit-Geschwindigkeit, Breitband mit wirklich niedriger Latenz und allgegenwärtige mobile Konnektivität für alle" bereitzustellen, erklärte Jameson Dempsey, SpaceX Director für Satellite Policy, in der Einreichung an die Behörde.

Bei dem Test von Golem.de im April 2021 erreichten wir auf Anhieb 165 MBit/s im Download und rund 20 MBit/s im Upload bei einer Latenz von 27 ms. Starlink erklärt aktuell, dass Nutzer typischerweise Datenraten zwischen 25 und 220 MBit/s erhielten und die Mehrheit über 100 MBit/s nutzen könne.

Starlink hat 4 Millionen Nutzer weltweit

Im Jahr 2022 erteilte die FCC SpaceX eine erste Genehmigung, eine Gen2-Starlink-Konstellation mit bis zu 7.500 Satelliten für Satelliteninternet im Ku- und Ka-Band einzusetzen, und genehmigte später den Gen2-Betrieb mit zusätzlichen Frequenzen im E- und V-Band. SpaceX bringt seit Februar 2023 Starlink-Satelliten der zweiten Generation (Gen2) ins All.

SpaceX gab bekannt, dass das Unternehmen seitdem mehr als 3.000 Satelliten im Gen2-System ausgesetzt habe und die gesamte Starlink-Konstellation mehr als vier Millionen Menschen versorge.

SpaceX plant, das E-Band-Spektrum zu nutzen, um die Backhaul-Kommunikation zwischen den Starlink-Satelliten und den Gateway-Bodenstationen zu verbessern, die an Glasfasernetze angebunden sind.

Bereits im Februar 2023 twitterte SpaceX , dass man die E-Band-Frequenzen für Backhaul-Zwecke nutzen werde, was es Satelliten der zweiten Generation ermögliche, "~4 x mehr Kapazität pro Satellit bereitzustellen als frühere Iterationen" . Diese Schätzung ist jedoch konservativ: Es dürfte sich nach grober Schätzung auf Grundlage der öffentlich einsehbaren Frequenzen um mehr als das Fünffache handeln.


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