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SpaceX: Starlink ist in Großbritannien gestartet

Während die EU-Kommission noch plant, eigene Satelliten in den Orbit schießen, um schnelles Internet per Satellit in Europa anzubieten, hat Starlink in Großbritannien die ersten Kunden.

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Start einer Falcon 9 mit Starlink-Satelliten an Bord
Start einer Falcon 9 mit Starlink-Satelliten an Bord (Bild: Malcolm Denemark/Florida Today via Imagn Content Services)

Das Satelliteninternet kommt auf die Insel: Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat den Betrieb von Starlink genehmigt. Der Testbetrieb läuft bereits.

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Die Genehmigung hat Ofcom bereits im November erteilt. Die Behörde habe das aber erst jetzt öffentlich gemacht, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. In einigen anderen Ländern, darunter Deutschland, Griechenland und Australien, hat Starlink eine Lizenz.

SpaceX plant mit 12.000 Satelliten im Orbit

Starlink ist eine Satellitenkonstellation, über die schnelles Internet überall auf der Erde verfügbar werden soll. Aktuell besteht die Konstellation aus knapp 1.000 Satelliten. In der vollständigen Ausbaustufe sollen es 12.000 Satelliten sein.

In Großbritannien hat Starlink laut BBC bereits einen Feldtest mit einer kleinen Anzahl von Nutzern gestartet. Knapp 440 britische Pfund, umgerechnet knapp 500 Euro, kostet die Ausrüstung. Für den Zugang zum Satelliteninternet zahlen die Nutzer 84 britische Pfund, etwa 94 Euro, im Monat.

In den USA hat Starlink Ende Oktober 2020 einen Betatest gestartet. Die Datenraten liegen nach Angaben einiger Teilnehmer zwischen 50 und 150 MBit/s bei einer Latenz zwischen 20 und 40 Millisekunden. Im Sommer dieses Jahres will SpaceX die Leistung durch Software-Aktualisierungen, mehr Satelliten und den Ausbau der Bodenstationen steigern. Möglich sein sollen Datenraten bis zu 1 GBit/s.

Die Preise für Ausrüstung und Zugang sind in den USA und Großbritannien vergleichbar. In Großbritannien konkurriert Starlink unter anderem mit Oneweb, der dem indischen Telekommunikationsanbieter Bharti Global und dem britischen Staat gehört. Beide haben Oneweb im vergangenen Jahr zusammen für rund eine Milliarde US-Dollar übernommen und so vor dem Bankrott gerettet.

Die EU will eine eigene Megakonstellation

Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat derweil angekündigt, dass sie eine eigene Satellitenkonstellation für schnelles Internet aufbauen will. Damit sollen Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden. Später sollen weitere Dienste hinzukommen, etwa für vernetztes Fahren. Die Konstellation soll bereits 2024 zumindest in eingeschränktem Maß einsatzbereit sein.

Das Vorhaben solle der EU Unabhängigkeit sichern, vergleichbar mit dem Satellitennavigationssystem Galileo, sagte Thierry Breton in dieser Woche in seiner Rede auf der Europäischen Weltraumkonferenz. Breton ist EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen und zudem für Raumfahrt zuständig. "Mein Ziel ist es, schnell zu machen. Deshalb wäre es angebracht, dass die Kommission noch in diesem Jahr dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Vorschlag unterbreitet, damit wir vorankommen."

Derzeit erarbeitet ein Konsortium von Telekommunikations- und Raumfahrtunternehmen die Anforderungen für das System. Solche Megakonstellationen sind jedoch umstritten, da sie das Problem mit Weltraummüll vergrößern können.

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TomTomTomTom 17. Jan 2021 / Themenstart

Wobei der Vergleich vielleicht nicht ganz angebracht ist. Investitionen in Forschung...

TomTomTomTom 17. Jan 2021 / Themenstart

Auch wenn man nur eine Schlagzeile gelesen hat kann man sich eine Meinung bilden ;-)

Ykandor 15. Jan 2021 / Themenstart

Zwei Bodenstationen in Deutschland sind aktuell im Bau. Siehe auch Golem Artikel vom 10...

ConstantinPrime 15. Jan 2021 / Themenstart

Wie weit sind denn OneWeb und Co.?? Vielleicht liegt da der Grund warum dort noch nicht...

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