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Raumfahrt: SpaceX plant Raketenstartplätze auf dem Meer

Von ehemaligen Ölplattformen aus will SpaceX in der Zukunft zum Mond und zum Mars fliegen. Oder sehr schnell von einem Kontinent zum nächsten.
/ Werner Pluta
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Start einer SpaceX-Rakete (Symbolbild): künftig von einer Offshore-Plattform aus (Bild: SpaceX)
Start einer SpaceX-Rakete (Symbolbild): künftig von einer Offshore-Plattform aus Bild: SpaceX

Bisher sind die Raketen von SpaceX auf einer schwimmenden Plattform gelandet. Künftig sollen sie auch von einer solchen starten. Das hat Elon Musk, Chef des US-Raumfahrtunternehmen, per Twitter bestätigt.

SpaceX wolle schwimmende Weltraumflughäfen für die Klasse der superschweren Raketen bauen, twitterte Musk(öffnet im neuen Fenster) . Der Tweet war eine Reaktion auf einen anderen Tweet(öffnet im neuen Fenster) , der auf eine Stellenanzeige des Raumfahrtunternehmens hinweist. Darin sucht SpaceX einen Offshore Operations Engineer(öffnet im neuen Fenster) .

SpaceX entwickle Raumfahrttechnologien mit dem Ziel, "menschliches Leben auf dem Mars zu ermöglichen" , heißt es in der Ausschreibung. Das Unternehmen suche eine Person, die eine Offshore-Einrichtung für Raketen entwerfe und baue. Von den Plattformen aus sollen die Raketen starten und später wieder dort landen.

SpaceX will Ölplattformen nutzen

Die Plattform muss nicht unbedingt neu gebaut werden: Auf die Frage eines Twitterers(öffnet im neuen Fenster) , ob SpaceX beabsichtige, ausgediente Ölplattformen dafür zu nutzen, die von Land aus mit dem Hochgeschwindigkeits-Verkehrsmittel Hyperloop erreicht werden, antwortete Musk knapp(öffnet im neuen Fenster) : "Ziemlich genau so."

SpaceX Drohnenschiff fängt Raketenteil auf (Firmenvideo)
SpaceX Drohnenschiff fängt Raketenteil auf (Firmenvideo) (00:25)

Laut Musk sollen die Raketen von den Plattformen aus zum Mond und zum Mars starten. Außerdem stellt er sich vor, dass von dort aus Interkontinental-Hyperschallflüge starten sollen. Von solchen Hyperschall-Fliegern existieren bisher nur Entwürfe.

Vorteil davon ist, dass sie die Flugzeit für Langstreckenflüge dramatisch verkürzen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) etwa hat vor einigen Jahren ein Konzept für einen Hyperschallflieger vorgestellt. Dieser Spaceliner beispielsweise würde in anderthalb Stunden von Europa nach Australien fliegen.

Das DLR-Konzept sieht vor, dass der Spaceliner wie eine Rakete startet. Da Raketentriebwerke lauter sind als normale Strahltriebwerke, müsste ein Startplatz in größerem Abstand zu bewohntem Gebiet errichtet werden. Insofern wäre eine Offshore-Plattform dafür gut geeignet.


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