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SpaceX: Offenbar Explosion bei einem Starlink-Satelliten

Ein Vorfall an Bord eines Internetsatelliten des Starlink -Netzwerks hat zum Verlust des Satelliten geführt.
/ Patrick Klapetz
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Start von Starlink-Satelliten mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX (Symbolbild) (Bild: SpaceX)
Start von Starlink-Satelliten mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX (Symbolbild) Bild: SpaceX

SpaceX hat eigenen Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) am 17. Dezember 2025 die Kontrolle über einen Starlink-Satelliten verloren. Er soll demnach nach einer "Anomalie" zum Verglühen in die Erdatmosphäre gesteuert werden.

Der plötzliche Kommunikationsausfall, der Höhenverlust, das "Entlüften des Treibstofftanks" und das "Freisetzen einer kleinen Anzahl verfolgbarer Objekte mit niedriger Relativgeschwindigkeit" deuten darauf hin, dass es sich bei dem Vorfall um eine Explosion handelte.

SpaceX erklärte, es bestehe keine Gefahr für die Besatzung der ISS. "Der Satellit ist weitgehend intakt, taumelt und wird innerhalb weniger Wochen in die Erdatmosphäre eintreten und vollständig verglühen" , schrieb der Betreiber.

Die Havarie ereignete sich nur eine Woche, nachdem SpaceX von einer Beinahe-Kollision mit einem chinesischen Satelliten berichtete.

Keine Kollision, eher ein internes Problem

Das Unternehmen Leo Labs, das Objekte im Orbit beobachtet, schrieb auf X(öffnet im neuen Fenster) , dass der Vorfall wahrscheinlich durch eine "interne Energiequelle" und nicht durch eine Kollision verursacht worden sei. Das Radarnetzwerk von Leo Labs registrierte nach dem Ereignis " Dutzende von Objekten(öffnet im neuen Fenster) " rund um den Satelliten.

SpaceX arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Sicherheit im Weltraum zu gewähren: "Wir nehmen diese Ereignisse sehr ernst. Unsere Ingenieure arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache der Anomalie zu ermitteln und zu beheben."

Der Vorfall ereignete sich in 418 km Höhe, einer zunehmend überfüllten Region, die als niedriger Erdorbit (Low Earth Orbit, kurz LEO) bekannt ist. Dort befinden sich derzeit über 24.000 Objekte, darunter Satelliten und Trümmer, die unter anderem von Leo Labs beobachtet werden.

Bis zum Ende dieses Jahrzehnts könnten bis zu 70.000 Satelliten im LEO im Einsatz sein, meist im Dienst von Weltraum-Internetkonstellationen wie Starlink, die von privaten und staatlichen Organisationen in den USA, China und Europa betrieben werden. Eine solche Dichte schafft nicht nur Probleme für die Astronomie, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen, die außer Kontrolle geraten könnten.


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