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Für SpaceX steht nicht viel auf dem Spiel

Die niedrigen Startkosten dürften den gesamten Markt für den Satellitenbau verändern. Ohne die kostspielige Gewichtsoptimierung können einfachere, standardisierte Konstruktionen zum Einsatz kommen, in denen nur noch die eigentliche Nutzlast ausgetauscht wird. Das senkt die Einstiegshürde für die Konstruktion von Satelliten ebenso wie den unbedingten Erfolgsdruck durch die hohen Ausgaben für den Start eines neuen Satelliten.

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Einige Firmen verwenden schon jetzt solche Konstruktionsprinzipien. Der Satellitenhersteller Berlin Space Technologies hat sich etwa auf Kleinsatelliten unter 100 kg spezialisiert. Dabei besteht der Satellit aus einem flexiblen Satellitenbus, in dem die notwendigen Nutzlasten nur noch eingebaut werden müssen, ohne nochmals das Gesamtsystem auf niedriges Gewicht zu optimieren. Laut Firmengründer Tom Segert senkt die Konstruktionsweise die Entwicklungskosten stark, auch wenn das Gesamtgewicht steigt. Bislang machten die Startkosten eines solchen Satelliten ungefähr die Hälfte der Gesamtausgaben aus.

Für die bisherigen Anbieter von Mitfluggelegenheiten dürfte das Angebot zum existentiellen Problem werden. Beim Angebot vor drei Wochen gab es nur einmal im Jahr eine Startgelegenheit. Kunden, die einen Satelliten schneller in den Orbit bringen mussten, waren auf Alternativen zu SpaceX angewiesen und mussten dabei nur den doppelten Preis zahlen. Vier Starts pro Jahr in den wichtigen sonnensynchronen Orbit und monatliche Startgelegenheiten in andere niedrige Orbits gleichen den Nachteil aus und mit einem Sechstel des Startpreises dürfte SpaceX für viele Kunden alternativlos werden.

Kleinraketen haben bessere Chance

Etwas besser sieht es für Kleinraketen aus, mit denen die Kunden einen selbst gewählten Orbit anfliegen können und nicht auf die fixe Planung von SpaceX angewiesen sind. Aber mit über 100 Firmen, die den Bau solcher Raketen planen, war der Markt auch schon zuvor derart übersättigt, dass die meisten Anbieter bankrottgehen würden. Die Situation hat sich nun aber nochmals deutlich verschärft.

Rocketlabs, die bisher einzige Firma, die tatsächlich regelmäßige Starts mit kleinen Raketen anbietet, hat erst vor kurzem die Startpreise erhöht. Die Rakete war weit überbucht, so dass höhere Startpreise möglich waren. Das Unternehmen kündigte Pläne zur Wiederverwendung seiner Raketen an. Nicht um die Startpreise zu senken, sondern weil die Produktionskapazitäten nicht ausreichen, um die Nachfrage zu befriedigen. Es muss sich zeigen, ob nun noch genug Kunden für das Geschäftsmodell übrig bleiben.

Das Angebot, das SpaceX vor drei Wochen machte, dürfte nur ein Test gewesen sein. Scheinbar war die Nachfrage aber deutlich größer als erwartet. Jetzt muss sich zeigen, wie viele Angebote für Satellitenstarts ernst gemeint waren und wie sich der Markt weiter entwickelt. Für SpaceX steht nicht viel auf dem Spiel. Die Starts der Starlink-Satelliten müssen ohnehin stattfinden, egal ob sich dafür zusätzliche Satelliten finden oder nicht.

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 SpaceX: Nur noch eine Million US-Dollar für einen Satelliten
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Lorphos 23. Sep 2019

Wasserstoff-Rakete? An welche denkst Du da?

SanderK 01. Sep 2019

Dafür brauchts nicht die USA. Solange sie gegen Coaler keine Gesetze bringen, halte ich...

.mojo 30. Aug 2019

da brauchst du keinen schub um zurückzukehren. Du brauchst nur schub um von einem ORbit...

JackIsBack 30. Aug 2019

Damn it. hab ich wohl übersehen :-( Aber ksp hat eine doppelnennung verdient :-)

THoMM 30. Aug 2019

Die helfen genau wie bei der Thematik? ;-)


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