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SpaceX: Nasa stoppt Entwicklung des Mondlanders

Nach Protesten untersucht der US-Rechnungshof die Auftragsvergabe durch die Nasa an SpaceX .
/ Werner Pluta
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Der Stein des Anstoßes: Mondlander von SpaceX (Bild: Nasa/SpaceX)
Der Stein des Anstoßes: Mondlander von SpaceX Bild: Nasa/SpaceX

SpaceX muss die Arbeiten an der Mondlandefähre ruhen lassen. Das entschied die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie will das Ergebnis einer Untersuchung über die Auftragsvergabe abwarten.

Die Behörde hatte Mitte April SpaceX den Auftrag für den Bau eines Mondlandefahrzeuges für die Artemis Mission erteilt. Obwohl Elon Musks Raumfahrtunternehmen in der ersten Auswahlrunde nur Außenseiter war, fiel die Wahl auf dessen Konzept.

Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, reichte eine Beschwerde beim Government Accountability Office (GAO) gegen die Vergabe ein. Auch das Luft- und Raumfahrtunternehmen Dynetics habe sich an das GAO gewandt, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Das GAO ist das US-Äquivalent zum Bundesrechnungshof. Die dem Kongress unterstellte Aufsichtsbehörde überprüft unter anderem, ob es bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen möglicherweise Unregelmäßigkeiten gab.

Blue Origin beklagt Chancenungleichheit

Blue Origin hatte argumentiert, dass SpaceX die Chance bekommen habe, sein Angebot zu überarbeiten, Blue Origin hingegen nicht. Zudem kritisierte Blue Origin, dass durch diese Entscheidung die Vormachtstellung von SpaceX in der Raumfahrt gefestigt werde. SpaceX fliegt seit einigen Jahren Versorgungsgüter und seit kurzem auch Besatzungsmitglieder zur Internationalen Raumstation ISS.

Das GAO hat angekündigt, die Vergabe zu untersuchen. Die Nasa erklärte, sie habe SpaceX mitgeteilt, dass die Arbeiten ausgesetzt werden müssten, bis das GAO alle Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dieser Beschaffung geklärt habe. Eine Entscheidung des Rechnungshofes wird spätestens Anfang August erwartet.


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