SpaceX: Musk will US-Flugsicherung mit Starlink modernisieren
Elon Musk möchte, dass die Starlink-Satelliten seines Luft- und Raumfahrtunternehmen SpaceX in das Luftraumüberwachungsnetz der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) eingebunden werden. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet(öffnet im neuen Fenster) , könnten die Satelliten in einer niedrigen Umlaufbahn dazu beitragen, die IT-Systeme der Luftraumüberwachung der FAA schneller zu modernisieren.
Im Jahr 2023 erhielt Verizon Communications einen Vertrag über zwei Milliarden US-Dollar für die Modernisierung und Wartung der IT-Systeme der FAA. Dem Bericht nach könnte dieser Vertrag durch den Vorstoß von Elon Musk beeinträchtigt werden. In einem Beitrag auf X schrieb Musk bereits, das System von Verizon funktioniere nicht gut und sei eine ernsthafte Gefahr für Flugreisende.
Weiter heißt es, dass ein Starlink-Terminal bereits zu Testzwecken im Labor für Flugsicherungstechnologie der FAA in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey installiert wurde. Zwei weitere Terminals sollen an nicht sicherheitskritischen Standorten in Alaska installiert worden sein.
Lieferung von 4.000 Starlink-Terminals bereits genehmigt
Im Rahmen eines TDM X genannten Programms genehmigte Elon Musk in der vergangenen Woche bereits die Lieferung von 4.000 Starlink-Terminals an die FAA. Da die FAA auch für die Regulierung der Raketenstarts von SpaceX zuständig ist, dürfte dies zu einem ernsthaften Interessenkonflikt führen, den Musk aber laut Trump selbst im Blick hat.
Den früheren Leiter der Bundesluftfahrtbehörde, Michael Whitaker, drängte Elon Musk bereits aus dem Amt , weil dieser SpaceX mit einer Geldstrafe belegt hatte. Obwohl die Mehrheit der Flugsicherungseinrichtungen in den USA als unterbesetzt gilt, waren auch diese vom Einstellungsstopp der US-Regierung betroffen und deren Mitarbeiter bekamen ein Angebot, gegen eine Abfindung ihren Job zu kündigen.
Sowohl der Einstellungsstopp als auch das Abfindungsangebot wurden für Fluglotsen nach zwei schweren Flugzeugabstürzen wieder aufgehoben. Das Flugsicherungssystem der FAA überwacht täglich circa 45.000 Flüge mit fast drei Millionen Passagieren. Sie gilt als unterbesetzt und technisch veraltet.
Laut Scimag(öffnet im neuen Fenster) kommen für die Starlink-Satelliten mehrere Anwendungsmöglichkeiten bei der Flugsicherung infrage. Die Sensoren der Satelliten sollen die Erfassung von Wetterdaten und die Überwachung des Luftverkehrs in schwer zugänglichen Gebieten erleichtern können. Zwischen den Einrichtungen der Luftraumüberwachung könnte zudem die Konnektivität verbessert werden, was die Kommunikation in Notfällen erleichtern soll und durch die Internetanbindung über Starlink sollen Flugverkehrskontrollzentren Informationen schneller verarbeiten und weitergeben können, was die Entscheidungsfindung beschleunigen und Reaktionszeiten verkürzen soll.
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