SpaceX: Musk will 1 Million Satelliten als KI-Rechenzentren im All

SpaceX will eine Million Satelliten starten. Der am Freitag eingereichte Antrag(öffnet im neuen Fenster) beschreibt Rechenzentren in niedriger Erdumlaufbahn, die über laserbasierte Kommunikationssysteme miteinander verbunden sind und ihre Energie per Photovoltaik gewinnen. SpaceX bezeichnet den Vorschlag als ersten Schritt in Richtung einer Kardashev-II-Zivilisation(öffnet im neuen Fenster) , einem theoretischen Konzept zur Messung technologischer Entwicklung anhand des Energieverbrauchs.
Zum Vergleich: Nach Schätzungen der europäischen Weltraumorganisation Esa umkreisen derzeit rund 15.000 Satelliten die Erde. Mehr als 9.600 davon gehören laut Johnathan's Space Report bereits zu SpaceX' bestehendem Starlink-Netz. Selbst eine Teilverwirklichung der geplanten Konstellation würde die Zahl künstlicher Objekte im Orbit drastisch erhöhen.
Argument Ressourcenverbrauch
SpaceX positioniert das Konzept als Antwort auf Kritik an irdischen Rechenzentren. Diese stehen wegen ihres Wasser- und Stromverbrauchs in der Kritik. In den vergangenen Monaten haben mehrere US-Gemeinden Bauprojekte für Rechenzentren erfolgreich blockiert.
Im Antrag wird argumentiert, dass Weltraum-Rechenzentren diese Probleme umgehen könnten. Wärme könnte direkt ins All abgeführt werden, ohne lokale Wasserressourcen für Kühlsysteme zu beanspruchen. Die Stromversorgung würde hauptsächlich durch Solarenergie erfolgen, ergänzt durch Batteriesysteme.
Orbitale Überfüllung als Risiko
Weltraumagenturen und Astronomen äußern bereits Bedenken gegen die wachsende Menge an Weltraumschrott und das Kollisionsrisiko der Satelliten. Eine große Zahl zusätzlicher Satelliten könnte diese Probleme verschärfen.
Die FCC muss bewerten, ob die im Antrag genannten Vorteile die potenziellen Nachteile überwiegen. Der Prüfprozess umfasst üblicherweise Stellungnahmen verschiedener Interessengruppen, darunter andere Satellitenbetreiber, wissenschaftliche Organisationen und Regierungsbehörden.
Ein Zeitplan für eine Entscheidung wurde nicht genannt.