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SpaceX: Mondlandung 2027 mit Starship HLS kaum realistisch

Kontrolleure der Nasa warnen, dass SpaceX noch über Jahre hinweg technisch nicht in der Lage sein dürfte, den Mond zu erreichen.
/ Mario Petzold
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Noch sammelt die Nasa gemeinsam mit SpaceX in zahlreichen Starship-Flugtests Daten. (Bild: SpaceX & Blue Origin)
Noch sammelt die Nasa gemeinsam mit SpaceX in zahlreichen Starship-Flugtests Daten. Bild: SpaceX & Blue Origin

In der letzten öffentlichen Besprechung des Aerospace Safety Advisory Panels (ASAP)(öffnet im neuen Fenster) , ein Beratungsgremium der Nasa zu Sicherheitsfragen, wurde laut Space News(öffnet im neuen Fenster) der Zeitplan für die Landung des Starship HLS in Zweifel gezogen. Nach einer Kontrolle in der SpaceX Starbase warnen die Sicherheitsexperten, dass sich das für 2027 geplante Startdatum verschieben könnte.

Beim Starship HLS (Human Landing System) handelt es sich um eine spezielle Version, die ausschließlich für die Landung von Menschen auf dem Mond konzipiert ist. Obwohl das Starship selbst mit diversen technischen Problemen zu kämpfen hat (Golem berichtete hier , hier oder hier ), wird nicht die Flugfähigkeit angezweifelt.

Überambitionierte orbitale Infrastruktur

Um mit dem Starship den Erdorbit verlassen zu können, muss ein Zwischenstopp im niedrigen Erdorbit eingelegt werden. Der einfache Grund ist das hohe Gewicht des Raumschiffs , das doppelt so schwer wie eine Saturn-V-Rakete ist, die bei der letzten erfolgreichen Mondlandung genutzt wurde. Somit benötigt das Starship erneut Treibstoff, der in einer eigens eingerichteten orbitalen Tankstelle aufbewahrt wird.

Genau dieses Tankmanöver soll laut ASAP bis 2027 technisch fast unmöglich umsetzbar sein. Auch die Präsidentin von SpaceX, Gwynne Shotwell, räumte Space News zufolge auf der World Space Business Week ein, dass der Treibstofftransfer wohl aufwendiger werden dürfte als bisher angenommen.

Mondlandung wird wohl noch dauern

Artemis 3, das Projekt für die erste Landung von Menschen auf dem Mond seit 1972, könnte also noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Aber zumindest Artemis 2(öffnet im neuen Fenster) , eine zehntägige Mission mit einer vierköpfigen Besatzung, die den Mond zumindest umkreisen wird, soll im Zeitplan liegen und Anfang 2026 abheben.

Die Crewnamen sind bereits bekannt. Die Trägerrakete stammt nicht von SpaceX, sondern wurde unter anderem von Boeing entwickelt und wiegt beim Start mit 2.500 Tonnen – in etwa so viel wie die letzte Rakete, die Menschen zum Mond transportierte.


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