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SpaceX: Milliardenbonus für Marskolonie und Weltraumrechenzentren

SpaceX bindet Elon Musk mit einem extremen Bonusplan an sich. Die Milliarden fließen nur, wenn er die Marsbesiedlung umsetzt und maximale Firmenwerte erreicht.
/ Patrick Klapetz
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SpaceX-Rakete am Hangar (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
SpaceX-Rakete am Hangar (Symbolbild) Bild: Pixabay

Der Vorstand des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX hat einen neuen Vergütungsplan für seinen Gründer Elon Musk genehmigt. Wie aus Unterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen(öffnet im neuen Fenster), hervorgeht, ist die Bezahlung an extrem ehrgeizige technische und finanzielle Ziele geknüpft.

Musk erhält demnach Hunderte Millionen neuer Aktienoptionen (Super-Voting Shares) mit besonderem Stimmrecht, wenn er folgende Meilensteine erreicht: Aufbau einer permanenten Kolonie auf dem Mars mit mindestens einer Million Menschen; Betrieb von Rechenzentren im All mit einer Rechenkapazität von 100 Terawatt; und das Unternehmen muss einen Marktwert von 7,5 Billionen US-Dollar nach dem Börsengang erreichen.

Einordnung der Ziele

Durch den KI-Boom hat Nvidia kürzlich als erste Firma einen Börsenwert von fünf Billionen US-Dollar überschritten. Apple, Microsoft und Alphabet liegen jeweils bei über drei Billionen US-Dollar. SpaceX beziffert den potenziellen Gesamtmarkt seiner Produkte auf ein Viertel des globalen Bruttoinlandsprodukts.

100 Terawatt Strombedarf sind ungefähr 28-mal so hoch wie die gesamte weltweite Stromproduktion des Jahres 2024. Um diese Kapazität im All zu erreichen, müsste das Starship laut Heise-Berechnungen(öffnet im neuen Fenster) mehr als 26 Millionen Mal starten, um eine Milliarde spezialisierter Satelliten ins All zu bringen.

SpaceX strebt für seinen geplanten Börsengang Ende Juni eine Bewertung von etwa 1,75 Billionen Dollar an. Erreicht Musk diese Ziele nicht oder verlässt er das Unternehmen, erhält er keine dieser zusätzlichen Anteile. Sein aktuelles Jahresgehalt bei SpaceX liegt bei rund 54.000 Dollar.

Wenn er das Marsziel erreicht, soll Musk 200 Millionen SpaceX-Aktien mit Sonderstimmrecht erhalten; weitere 60,4 Millionen gebundene Aktien folgen, sobald die Rechenzentren von SpaceX eine summierte Rechenleistung von 100 Terawatt erreichen.

Wettbewerb um Musks Aufmerksamkeit

Governance-Experten zeigen sich über die Struktur des Pakets erstaunt. Üblicherweise orientieren sich Managergehälter an Finanzkennzahlen wie Umsatz oder Gewinn, nicht an Science-Fiction-Szenarien.

Sowohl SpaceX als auch Tesla versuchen, Musk durch massive finanzielle Anreize an sich zu binden. Experten sprechen von einem Bieterwettstreit um Musks Zeit und Aufmerksamkeit. Bereits bei Tesla wurde argumentiert, dass ein hohes Gehalt notwendig sei, um zu verhindern, dass er sich anderen Projekten widme.

Mit diesem Plan macht SpaceX deutlich, dass die langfristige Vision des Unternehmens weit über den Satellitentransport hinausgeht. Gleichzeitig sichert sich Musk bei Erfolg seine Stimmrechtskontrolle, die ihn zum mit Abstand vermögendsten Menschen der Geschichte machen würde – wenn die Marskolonie Realität wird.


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