Open Source auch für die Touchscreens

Für die Anzeige auf den Touchscreens in Crew Dragon wird Javascript in Chromium für das Rendering des User Interface verwendet. Aber eben nur für die Anzeige.

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Interaction Layer für die Flight Software sowie Fehlererkennung und -behandlung werden nicht in diesem Technologie-Stack realisiert. Das laufe außerhalb der Display Boundaries, erklärte Sofian Hnaide, der an der Display-Software für die Mission gearbeitet hat.

Ursprünglich war das Tandem aus Chromium und Javascript nur für eine Demo bei der Nasa vorgesehen. Aus einem Click-Dummy für die Vorstellung der Designkonzepte wurde dann der Versuch, den simulierten Prototyp auch auf der eigentlichen Hardware der Kapsel laufen zu lassen, was mit einigen Modifikationen auch gelang.

"Wir mochten all die modernen Funktionen, die sofort einsatzbereit mit dem Browser geliefert werden", schrieb Hnaide. "Wir mochten auch die Verfügbarkeit von Talenten, die bereits in diesem Stack ausgebildet sind."

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Die Displays der Touchscreens sind in der bewährten LCD-Technik gehalten. Die wichtigsten Funktionen lassen sich aber nicht nur mit Touchscreens bedienen, es gibt sie auch als richtige Buttons zwischen oder unter den Displays.

Auf der Rechenseite enthalten sowohl die Falcon-9-Trägerrakete als auch der eigentliche Orbiter Crew Dragon nicht das eine homogene System. "Wir verwenden eine Vielzahl von Hardwarearchitekturen. Ich kann nicht sehr ins Detail gehen, ich kann nur sagen, dass es sich um ein verteiltes System handelt, das aus vielen einzelnen Computern besteht", antwortete Sulkin auf die Frage, ob MIPS, x86 oder ARM verwendet werde. Die Hardwareauswahl bei SpaceX wird gerne als Secret Sauce bezeichnet.

Ein bisschen genauer wird es aber doch. Den Antworten lässt sich nämlich entnehmen, dass im Crew Dragon Quad-Core-Prozessoren verwendet werden, "in der Leistung ähnlich einem fünf Jahre alten Telefon", schrieb Hnaide. In der Falcon 9 sind es dagegen Dual Cores.

Insgesamt ist ein heterogenes Netz vorhanden, in dem einige Rechner dedizierte Aufgaben erfüllen, andere wiederum für mehrere Tasks verwendet werden. Dazu kommt eine große Anzahl Mikrocontroller, die Daten von Sensoren ins Netz einspeisen oder Befehle ausführen.

Nicht alle CPUs sind abgeschirmt

Speziell gegen die Weltraumstrahlung gewappnete Chips werden nicht durchgehend verwendet. Die erste Stufe der Falcon 9 fliegt ja auch gar nicht in den Orbit, sondern kehrt vor Verlassen der Atmosphäre auf die Erde zurück.

Radiation Hardened CPUs sind zudem sehr viel ältere Designs als das, was aktuell im Computergroßhandel für Heim- und Bürolösungen zu kaufen ist. So laufen die Computersysteme der ISS auf vor mehr als 30 Jahren entwickelten 20MHz-386SX-Prozessoren.

Nur in den Laptops zur Bedienung und Steuerung der eigentlichen Computersoftware befinden sich neuere Systeme. Für 2021 wird von der Nasa eine neue abgeschirmte CPU für den Raumflug erwartet. Es handelt sich um ein auf dem A53 aus dem Jahr 2012 basierendes Design.

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 SpaceX: Linux in den Rechnern, Javascript in den TouchscreensFailsafe mit Redundanz 
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FlashBFE 09. Jul 2020

Finde ich auch. Ein guter Übersichtsartikel, der Zusammenhänge erklärt, ist mindestens...

KlugKacka 29. Jun 2020

Wenn da noch 100%ig stehen würde könnte das Durchgehen. Oder anders ausgedrückt...

zilti 18. Jun 2020

Warum auch installieren? Richtige Anwendungen - und damit meine ich nicht "jedes Stück...

BoMbY 17. Jun 2020

Nur funktioniert das halt erst ordentlich bei einem Auto mit Touchscreen. Mein neues...

Kein Kostverächter 17. Jun 2020

Wenn schon, dann "Bibliotheks"... *ganz tief duck und schneller weg als du gucken kannst*



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