SpaceX-IPO: Rakete, Satellit, KI - und jetzt die Börse
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Space Exploration Technologies Corp., bekannt als SpaceX, vollzieht am 12. Juni 2026 seinen Börsengang (IPO, Initial Public Offering) an der Nasdaq. Ausgabepreis: 135 US-Dollar je Aktie, angestrebte Bewertung: 1,75 Billionen US-Dollar, geplanter Emissionserlös: rund 75 Milliarden US-Dollar (der Betrag, den SpaceX durch den Verkauf neuer Aktien einnimmt). Mit der angestrebten Bewertung würde SpaceX den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 leicht übertreffen.
Der S-1-Prospekt – ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das Unternehmen vor einem US-Börsengang bei der Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen müssen – gibt einen detaillierten Einblick in die Finanzen des kombinierten Konzerns aus Raumfahrt, Satellitenkommunikation und künstlicher Intelligenz (KI). Was das Dokument zeigt, ist kein einfaches Bild(öffnet im neuen Fenster).
Drei Segmente, ein Konzern
SpaceX besteht nach der Fusion mit der KI-Tochter xAI Anfang 2026 aus drei Geschäftsbereichen: dem Connectivity-Segment (Starlink), dem Space-Segment (Raketenstarts und Starship) und dem KI-Segment (xAI/Grok sowie der Onlineplattform X, ehemals Twitter). Die Gewichte sind ungleich verteilt.
Starlink: Das profitable Fundament
Das Satellitennetz Starlink erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar – 61 Prozent des Konzerngesamtumsatzes von 18,7 Milliarden US-Dollar. Die Abonnentenzahl lag Ende des ersten Quartals 2026 bei 10,3 Millionen, das Segment erzielte 2025 einen bereinigten Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 7,2 Milliarden US-Dollar und ist damit der einzige klar profitable Teil des Konzerns. Im ersten Quartal 2026 warf Starlink allein 1,2 Milliarden US-Dollar Gewinn ab.
Analysten von Bloomberg und Quilty Space prognostizieren für Starlink einen Umsatz von 15,9 bis 24 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr 2026 – getrieben durch den Ausbau des Direct-to-Cell-Dienstes, der Mobilfunk ohne terrestrische Infrastruktur ermöglichen soll.
Space-Segment: Marktführerschaft mit Kostendruck
Das Raketengeschäft trägt etwa 22 Prozent zum Gesamtumsatz bei. SpaceX hält nach eigenen Angaben mehr als 90 Prozent des globalen Markts für kommerzielle Raketenstarts mit wiederverwendbaren Systemen – eine Marktstellung, die kein anderer privater Anbieter annähernd erreicht. Gleichzeitig belastet das Entwicklungsprogramm für die Schwerlastrakete Starship die Marge erheblich.
S-1 benennt Starship ausdrücklich als das Hauptrisiko: Sollten die Entwicklung und der kommerzielle Einsatz scheitern, wäre die gesamte Wachstumsstrategie des Unternehmens beeinträchtigt. Erste kommerzielle Startladungen per Starship sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
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