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SpaceX: Google will bei Elon Musks Satelliten-Internet einsteigen

Google ist angeblich kurz davor, massiv in den Raketenhersteller SpaceX zu investieren, um beim geplanten Satelliten-Internet von Elon Musk dabei zu sein. Auch die Konkurrenz schläft nicht. Schweben bald Hunderte neue Satelliten im Orbit?

Artikel veröffentlicht am ,
Elon Musk könnte sich bald über Geld von Google freuen.
Elon Musk könnte sich bald über Geld von Google freuen. (Bild: Rebecca Cook/Reuters)

Der Traum vom schnellen, satellitengestützen Internet wird schon lange geträumt, doch nun überschlagen sich die Ereignisse. Google wolle in Elon Musks Unternehmen SpaceX investieren, berichtet die Website The Information, die sich auf Hinweise mehrerer Insider beruft.

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Google soll SpaceX mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar bewerten. Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll die Investitionssumme bei rund 1 Milliarden US-Dollar liegen. Derzeit sind nach Angaben von The Information an SpaceX Investmentunternehmen wie der Founders Fund, Draper Fisher Jurvetson und Valor Equity Partners beteiligt.

Eigentlich war Google schon fest im Satelliten-Internetgeschäft, doch dann überwarf es sich mit seinem Projektleiter Greg Wyler, der das Unternehmen verließ und den Plan eines weltumspannenden Satellitennetzwerks mit seinem Startup Oneweb nun selbst verfolgen will. Dabei kooperiert er mit Qualcomm und Richard Bransons Virgin Group. Oneweb soll sich einige Frequenzen für sein Vorhaben gesichert haben, die Google nun fehlen.

Da Googles Chef Larry Page und Elon Musk enge Freunde sind, erscheint es nicht ungewöhnlich, dass sie angesichts dieser Ereignisse über eine Partnerschaft gesprochen haben. Der Aufbau des Satellitennetzwerks von Space X soll zehn Milliarden US-Dollar kosten.

Konkurrierende Systeme

Mit Greg Wyler hatte sich Musk auch überworfen und besiegelte das Ende einer möglichen Zusammenarbeit mit einer schroffen Bemerkung gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg: "Greg und ich haben fundamental andere Ansichten zur Architektur. Wir wollen einen Satelliten, der technisch denen von Greg meilenweit überlegen ist. Ich denke, es sollte zwei konkurrierende Systeme geben."

Oneweb soll aus 648 Satelliten bestehen, die per Funk kommunizieren, während bei Elon Musks aus 700 Satelliten zusammengesetztem Netzwerk teilweise auch optische Übertragungen per Laser eingesetzt und daher weniger Funkfrequenzen benötigt werden sollen. Beim Datentransfer zwischen den Basisstationen und den Satelliten wird aber nur eine Übertragung per Funk infrage kommen.

Google will hoch hinaus

Google hatte bereits Project Loon angekündigt, bei dem ein Funknetzwerk aus Ballons errichtet wird. Die Ballons sollen in einer Höhe von 20 Kilometern eingesetzt werden. Google will zudem in Entwicklungsländern im Rahmen des Project Link Glasfasernetze errichten. Im April 2014 wurde berichtet, dass Google das Unternehmen Titan Aerospace übernommen hat, das Drohnen entwickelt, die Internetzugänge in abgelegene Regionen bringen sollen. Die Drohnen, die mit Sonnenenergie betrieben werden, können für fünf Jahre in der Luft bleiben.

Sollte Google wirklich bei SpaceX einsteigen, würde das auch für Aufwind bei Musks bislang kühnstem Projekt sorgen. Mit den Gewinnen, die sein Satelliten-Internet einspielen soll, hat Musk Großes vor: "Wir betrachten es als langfristige Einnahmequelle für SpaceX, um eine Kolonie auf dem Mars zu finanzieren", sagte Musk.



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kendon 21. Jan 2015

Ist halt alles ein bisschen Henne-Ei-Problem: ohne Massenmarkt kein gescheites Angebot...

plutoniumsulfat 21. Jan 2015

+1 das wäre sogar eine zwingende Voraussetzung. Und die Sache mit dem Strom ist ja auch...


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