SpaceX: Feuerball beim ersten Starship Test mit 33 Triebwerken

Schäden und brennende Testanlagen waren das Ergebnis des ersten gleichzeitigen Tests aller Triebwerke der Super-Heavy-Trägerrakete des Starships.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf dem Livestream von Nasaspaceflight war der Feuerball beim Test gut zu beobachten.
Auf dem Livestream von Nasaspaceflight war der Feuerball beim Test gut zu beobachten. (Bild: Youtube Nasaspaceflight.com / Screenshot: Golem.de)

SpaceX hat überraschend den ersten gleichzeitigen Test aller 33 Raptor-Triebwerke durchgeführt, mit deren Hilfe die Super-Heavy-Trägerrakete das Starship in den Orbit fliegen soll. Nach Aussagen von Elon Musk auf Twitter entzündete sich dabei ungeplant eine größere Menge Methantreibstoff in der Luft, was zu einem großen Feuerball und Schäden an den Testanlagen führte. Der Test war auf dem Livestream von Nasaspaceflight.com zu sehen, auf dem alle Testvorgänge von SpaceX in Texas verfolgt werden können.

Stellenmarkt
  1. Kundenberater (m/w/d) Innendienst für eine hauseigene Kautions-Software
    Hausbank München, München
  2. Spezialist Tarifimplementierung (m/w/d)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring
Detailsuche

Das Auftreten eines solchen Feuerballs ist nicht ungewöhnlich bei der Verwendung von Treibstoffen, die bei normalem Luftdruck gasförmig sind. Bei Starts der Delta-IV-Heavy-Raketen kam es durch Wasserstoffaustritt aus den drei RD-68 Triebwerken regelmäßig zu großen Feuerbällen, deren Hitze die orange Isolation der Wasserstofftanks verkohlten. Aber auf die Größe und Gewalt des Feuerballs beim Test der 33 Raptor-Triebwerke war SpaceX offensichtlich nicht vorbereitet.

Der Grund war wohl die spezielle Form des Triebwerktests, ein Spin-Start-Test, bei dem die Turbinen der Treibstoffpumpen schon vor der Zündung der Vorverbrenner mit Druckgas auf die volle Drehzahl gebracht werden. Dabei wird ohne Zündung unverbrannter Treibstoff freigesetzt. In Zukunft sollen solche Tests nicht mehr mit allen 33 Triebwerken gleichzeitig durchgeführt werden.

Zwischenfälle gehören zum Testprogramm

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, Virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    05.-07.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

An der Trägerrakete selbst sollen nach ersten oberflächlichen Untersuchungen keine größeren Schäden auf getreten sein. Anders war es bei den umliegenden Anlagen, die teilweise Feuer fingen und gelöscht werden mussten. Wie bei allen Tests des Starships wurde das Gelände zuvor evakuiert, so dass zu keinem Zeitpunkt Menschen in Gefahr gerieten.

Nachdem einige der größten Hürden zur Erlangung der Startgenehmigung für das Starship überwunden wurden, will SpaceX offenbar schnellstmöglich die noch ausstehenden Tests der Raketen durchführen. Dabei kam es auch schon in der Vergangenheit bei Tests für die Falcon 9 oder Starship immer wieder zu Zwischenfällen, deren Ursachen aber im Verlauf der Testserie beseitigt wurden. Nach derzeitiger Planung sollen im Jahr 2025 Menschen mit dem Starship auf dem Mond landen, allerdings gilt dieser Zeitplan auch von Seiten der Nasa als sehr optimistisch.

Nachtrag vom 12. Juli 2022, 16:14 Uhr

Aufgrund einer, inzwischen gelöschten, missverständlichen Aussage von Elon Musk auf Twitter besagte die Meldung ursprünglich, dass auch die Zündung der Triebwerke geplant war. Das war nicht der Fall.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Garmin Edge Explore 2 im Test
Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer

Tour mit wenig Autos gesucht? Das Fahrrad-Navigationsgerät Garmin Edge Explore 2 kann uns das verschaffen - mit teils unerwarteten Folgen.
Ein Test von Peter Steinlechner

Garmin Edge Explore 2 im Test: Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer
Artikel
  1. Krieg der Steine: Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden
    Krieg der Steine
    Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden

    Lego hat einen Rechtsstreit um Mini-Figuren gegen einen Spielwarenhändler gewonnen, der Figuren aus China verkauft hat.

  2. Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
    Eichrechtsverstoß
    Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

    Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

  3. Strompreise: Hetzner muss die Preise für fast alle Produkte anheben
    Strompreise
    Hetzner muss die Preise für fast alle Produkte anheben

    Der Cloudbetreiber Hetzner hat wie viele Unternehmen mit steigenden Strompreisen zu kämpfen. Das bekommen Kunden nun auch zu spüren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • HyperX Cloud Flight heute für 44€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und GIGABYTE RTX 3070 Ti Master 8G 699€ + 20€ Cashback) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO für 353,99€) [Werbung]
    •  /